Kevin Costners "Open Range"

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Kevin Costners "Open Range"

Beitragvon Demona » 9. Jun 2009 21:15

Open Range - Weites Land wird gemein hin als Westernepos bezeichnet. Es ist für Kevin Costner, der hier den schweigsamen Bürgerkriegsveteranen Charley spielt, ihn prodzierte und wieder Regie führt, nach seinem mit mehreren Oscars ausgezeichneten Meisterwerk "Der mit dem Wolf tanzt" wieder ein Film, der viel Aufmerksamkeit erregte. Der Film und einige der Darsteller, u.a. Annette Bening erhielten Auszeichnungen.
Viele bezeichneten diesen Film als besten Western seit Clint Eastwoods "Erbarmungslos".
Open Range beruht auf dem Roman The Open Range Men von Lauran Paine.

Obwohl viele dachten, das Genre Western wäre ausgereizt und würde niemanden mehr vom Hocker reißen, bewies dieser Film das Gegenteil.

Neben Kevin Costner spielen Robert Duvall, Annette Bening, Michael Gambon (gefiel mir hier besser als als Dumbledore), Abraham Benrubi (vielen bekannt aus "ER" und "Men in Trees") und Dean McDermott mit.

Die Handlung spielt im Jahre 1882, die Indianer sind besiegt und sitzen in Reservaten und die Zeit des Wilden Westens ist vorbei. Es ist die Zeit der Großgrundbesitzer, wie Denton Baxter (M. Gambon), die immer mehr Weideland erschließen und es nicht mögen, wenn sogenannte Freigraser wie Alt-Cowboy Boss (R. Duvall) und Charley (K. Costner) über das Land ziehen. Mit allem Mitteln versucht Baxter mit seinen Männer, Boss und Charley zu vertreiben und nehmen ihnen so die Existenzgrundlage.
Als sich die beiden dies nicht gefallen lassen, lässt dieser ihr Lager überfallen und tötet den gutmütigen Mose, den Hund der beiden und verletzt den Jungen Button schwer.

Hilfe bekommen sie unter anderem von dem Arzt Barlow (McDermott) und dessen Schwester Sue (Annette Bening), die sich in den schweigsamen Charley verliebt.
Es kommt zu einer brutalen Schießerei als Charley den Mörder von Mose auf offener Straße erschießt. Nach und nach stellen sich die Bewohner der Stadt Harmonville auf die Seite der Freegrazer und üben, nachdem Boss Baxter gestellt hat, blütige Selbstjustiz an den Helfern von Baxter.

Costner versteht es auf eine fantastische Art und Weise hier ein sehr realistisches und sozialkritisches Drama zu filmen, welches auch wunderschöne Momente mit traumhafter Landschaft hat.
Trotz seiner 128 Minuten Spielzeit hat der Film keinerlei Längen und er zeigt, dass Costner ein Auge für solche Epen hat.
Costner erzählt auf mitreißende, ruhige und auch brutale Weise die Geschichte des Wilden Westens und wie dieser seine Freiheit verlor.

Kabel 1 zeigt diesen Western heute als Auftakt einer Westernreihe. Der Mai war der Star Trek Monat, der Juni wird der Westernmonat. Anschließend startet kabel mit der Miniserie von Steven Spielberg "Into the West".

Ich gebe dem Film 10/10 Revolverhelden.
"Möge Gott sein zwischen Dir und dem Leid, an allen verlassenen Orten, die Du erreichen wirst." (ägyptischer Segensspruch "Babylon 5")

"Wichtig ist nur, was du mit der Zeit anfängst, die dir in deinem Leben gegeben ist." (Gandalf zu Frodo in Moria, HdR- Die Gefährten)
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