Batman

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Batman

Beitragvon Darth Destructo » 10. Aug 2008 14:47

Bald kommt "The Dark Knight" und im Zuge dessen wollte ich hier mal einen passenden Thread eröffnen, der sich mit den Filmen, aber auch mir dem Dunklen Ritter allgemein auseinandersetzt. Im Folgenden werde ich ersteinmal meine Meinung zu den bisherigen Auftritten Batmans in bewegten Bildern geben und hoffen, dass daraus eine nette Diskussion bzw. Meinungssammlung wird.


Tim Burtons Batman

Anfangen werde ich mit Tim Burtons Interpretation von Batmans Welt, die in "Batman" und "Batmans Rückkehr" zu sehen war. Zu ersteinmal war "Batman" wahrhaftig eine Offenbarung für den Leser der Comicvorlage. Es gab Batman zwar schon zuvor im Fernsehen und sogar im Kino ABER dabei handelte es sich eher um eine Parodie als eine Umsetzung der Comicvorlage (gut, Batman war in den 60ern bei weitem nicht so düster, aber so dämlich, wie er in der damaligen Fernsehserie auftrat, war er in den Comics nicht). In der Serie, in der Adam West Batman spielte, kam es schon mal vor, dass er das Batantihaifischspray zücken musste. Die Bathöhle hatte natürlich einen eigenen Batwasserspender und ein Batman in Strumpfhosen rannte durch ein Taghelles Gotham, während Robin alles mit einem "Heilige-" Spruch kommentierte (von "Heilige Makrele, Batman" bis "Heiliger Rammbock, Batman")
Tim Burtons Vision von Batman dagegen war ganz anders: Düster ernsthaft und von den Comics von Frank Miller inspiriert (zwar nicht auf Handlungsebene, aber auf Atmosphärenebene).
"Batman" und vor allem "Batmans Rückkehr" haben etwas opernhaftes und theatralisches, das sehr gut zu Batman passt und das man eben nur bei Tim Burton findet. Was bei Burton ebenfalls äußerst positiv hervorzuheben ist, sind die Schurken - in der Tat wird ihnen beinahe mehr Beachtung geschenkt als dem Helden. Zwar sind die Schruken nicht unbedingt so, wie man sie aus den Comics kennt (was zum Beispiel die Ursprungsgeschichte von Catwoman betrifft), aber die Änderungen sind im Rahmen von Burtons Filmen äußerst sinnvoll und passen gut ins Gesamtbild.
Natürlich sind auch die Schauspieler sehr gut gewählt. Bei Michael Keatons Darstellung von Batman ist vor allem eines erstaunlich: Wenn man ihn sich als Bruce Wayne betrachtet, käme man nie auf die Idee, dass er Batman sein könnte und bei seiner Darstellung als Batman ist Bruce Wayne meilenweit entfernt.
Über Jack Nicholson als Joker muss man wohl nichts mehr sagen, sein Clownprinz des Verbrechens bleibt unvergessen und stiehl Batman gnadenlos die Show.
Auch die anderen Schurkendarsteller können sich gut sehen lassen, besonders Danny DeVito spielt einen genialen Pinguin, der manchmal fast lustig ist, aber andererseits äußerst erschreckend sein kann. Und Michelle Pfeiffers Darstellung der Catwoman schlägt die von Halle Barry natürlich um Längen.
Fazit: Mit "Batman" und "Batmans Rückkehr" hat Tim Burton eine dem Dunklen Ritter würdige Interpretation geschaffen, die zeitlos und auch heute noch grandios ist.

Joel Schumachhers Batman

Nach "Batmans Rückkehr" wollte Michael Keaton nicht noch einmal Batman spielen, Tim Burton hatte keine Lust mehr, noch einmal als Regisseur zu fungieren (ist aber bei "Batman Forever" noch produzent), also holten die Warner Studios Joel Schumacher ins Boot. Unter Schumacher wurde Batman sehr viel bunter, Tim Burtons düsteres Gothic-Gotham wurde zu einem grellen und übertriebenen Tokyo-auf-LSD-Gotham und die Änderungen, die bei den Schurken nun vorgenommen wurden, waren weder nützlich noch nötig.
Val Kilmer gibt sich zwar Mühe, einen guten Batman zu spielen, aber an Michael Keaton kommt er nicht im entferntesten heran.
Robin, der in diesem Film erstmalig seit den 60ern auftritt, ist am Ende irgendwie überflüssig, da er auch wieder nur gerettet werden muss.
Jim Carrey asl Riddler fand ich noch durchaus akzeptabel (es ist einfach eine Jim Carrey Rolle), aber was Joel Schumacher dem armen Two-Face angetan hat, ist nicht mehr schön. In den Comics ist Two-Face eine durchaus tragische Figur, aber auch ein ernstzunehmender und eiskalter Killer. Der Two-Face, den Tommy Lee Jones hier abliefert, ist weder das eine, noch das andere. Stattdessen ist er vollkommen überdreht (genau wie der Riddler, dem das allerdings noch steht). Auch hier wurden drastische Eingriffe gegenüber der Vorlage vorgenommen. In den Comics ist Two-Face wirklich vom Wurf der Münze abhängig, was sie "sagt" muss er tun. In "Batman Forever" wirft er sie so lange, bis sie das gewünschte Ergebnis zeigt. Warum macht er dann nicht gleich, was er will?
Aber das alles ist noch nichts im Vergleich zu dem, was Schumacher mit "Batman und Robin" verbrochen hat. George Clooney war in "From Dusk Till Dawn" ziemlich cool, das muss man schon zugeben, aber wieso sollte man diesen Dauergrinser unbedingt als Batman besetzen? Dieser Batman hat keinerlei Tiefe mehr, er verkommt zum "Normalo-Helden". Das, was Batman so besonders macht, ist gerade seine Tragik, seine Bessenheit und die offene Wunde. Das ist es, das Batman am Leben erhält. George Clooney Batman hingegen scheint den Tod seiner Eltern einfach so überwunden zu haben und entzieht Batman damit die Existenzberechtigung.
Auch die Schurken sind wirklich unter aller Kritik. Für Mister Freeze hat man sich zwar die Ursprungsgeschichte aus der "Batman: The Animated Series" geklaut (dazu später mehr), aber man hat ihn eben auch mit Arnie besetzt und ihm haufenweise dumm Sprüche in den Mund gelegt. Uma Thurmans Poison Ivy ist meiner Meinung nach vollkommen überzogen und albern (liegt aber vielleicht daran, dass ich Uma Thurman nicht besonders mag).
Aber das schlimmste ist Bane. In den Comics ist Bane zusätzlich zu der enormen Körperkraft ein hochintelligenter Taktiker, der Batman systematisch bekämpft und ihn besiegt hat. In "Batman und Robin" ist er nur blöd und stark.
Fazit: Schumacher hat es geschafft, den Batmanfilm für viele Jahre zu beerdigen.

Der animierte Batman

Im Zuge des Erfolgs der Tim Burton Streifen, entschloss man sich, eine neue Batman Zeichentrickserie in Angriff zu nehmen.
Bei dieser neuen Serie ("Batman: The Animated Series", kurz BTAS) orientierte man sich atmosphärisch grob an Burtons Stil, schuf jedoch etwas ganz neues: Der neue Batman bekämpfte das Verbrechen in einem Art-Deco Gotham, das ein wenig an die vierziger Jahre erinnerte. BTAS schaffte den Spagat zwischen dem düsteren, erwachsenen Batman aus Burtons Filmen und einem etwas kindgerechteren Batman aus früheren Zeiten.
Die Verantwortlichen gaben sich große Mühe, was vor allem an der Darstellung und den Sprechern der Charaktere festzustellen ist:
Kevin Conroy verleiht Batman wirklich eine ausgezeichnete Stimme, man weiß bei ihm sofort, ob gerade Bruce Wayne oder Batman spricht. Auch die anderen Figuren sind ausgezeichnet vertont und dargestellt. Hier ist zum Beispiel Two-Face so, wie er sein sollte: Ein Charakter mit Tiefe und einer gewissen Tragik. Der Sprecher gibt ihm als Harvey Dent eine relativ normale Stimme, während Two-Face in einem bedrohlich schnarrenden Tonfall spricht.
Aber der Höhepunkt dieser Sprecherrige ist Mark Hamill (Luke Skywalker) als Joker. Es ist wirklich erstaunlich, wie bösartig Mark Hamill lachen kann. Dieser Joker wandert irgendwi zwischen dem Spaßmacherverbrecher der 70er und dem Psychopathen, wie er in Alan Moores "The Killing Joke" vorkommt. (Hier mal eine Kostprobe: http://www.youtube.com/watch?v=lb8fWUUXeKM)
Fazit: Eine sehr gelungene Darstellung der Welt Batmans. Es gibt natürlich bessere und schlechtere Episoden, aber im großen und ganzen ist BTAS jedem zu empfehlen, der sich auch nur ein wenig für Batman interessiert.

Christopher Nolans Batman

Zugegeben, ein gutes hatte "Batman und Robin": Ohne diesen Misserfolg hätte war "Batman Begins" wohl nie zustande gekommen. Fast alles, was die Joel Schumacher Filme falsch machten, machte Batmans filmischer Neustart richtig. Nach Tim Burtons Gothic-Gotham und Schumachers LSD-Gotham bekamen wir nun ein realistisches, an Chicago oder New York erinnerndes Gotham.
Auch wurde hier die Comicvorlage weiteraus mehr beherzigt als bei sämtlichen Batmanfilmen zuvor: Sowohl Christopher Nolan (Regisseur) als auch David S. Goyer (Drehbuch) sind Fans des Dunklen Ritters, bzw. seiner Comics und das merkt man auch. In "Batman Begins" tauchen viele Elemente aus bekannten und richtig guten Batman Geschichten auf. Eine Vorlagen ist zum Beispiel das von Frank Miller verfasste "Year One", das die Ursprungsgeschichte von Batman neu erzählt. Der Gordon, der in "Batman Begins" auftaucht, stammt wirklich eins zu eins aus "Year One", ebenso wie Detective Flass und Comissioner Loeb. Ein anderer Batman-Comic, der großen Einfluss auf BB hatte (und den ich leider noch nicht gelesen habe, weil es das Teil kaum mehr im Handel gibt) ist "The long Halloween", ihm ist u.a. Carmine Falcone entnommen.
Auch die Schauspielerrige von "Batman Begins" ist hervorragend: Christian Bale ist der Batman-Schauspieler, der mit dem Comic-Bruce Wayne am meisten Ähnlichkeit hat, ihm nimmt man sowohl den Playboy als auch den getriebenen Rächer ab. Gary Oldman ist, wie bereits gesagt, dem Gordon aus "Year One" wie aus dem Gesicht geschnitten und erledigt einen ausgezeichneten Job, ebenso wie Michael Caine als Alfred (ich liebe diese trockenen Kommentare) und Morgan Freeman als Lucius Fox.
Auch die Schurken sind sehr gut besetzt: Liam Neeson (Ra's al Guhl) liefert wie immer gute Arbeit ab und Cillian Murphy (Scarecrow) spielt auch ziemlich gut, auch wenn er meiner Meinung nach ein wenig zu jung und zu gutaussehend für seine Rolle ist.
Zugegeben, in BB sind die Schurken bei weitem nicht so schillernd wie in den anderen Batman-Filmen, aber das ist gerade gut, so kann man sich weitaus besser auf Bruce Wayne und seine Entwicklung konzentrieren.
Das einzige Element, das in meinen Augen ein wenig wie ein Fremdkörper wirkt, ist Katie Holmes (was vielleicht daran liegt, dass ich sie einfach nicht mag, ich denke, dass Maggie Gyllenhall die bessere für die Rolle ist).
Fazit: Für mich ist Batman Begins eigentlich DER Batman-Film, das ist der Batman, den ich aus den Comics kenne.
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Beitragvon Demona » 10. Aug 2008 15:43

Dem kann ich mich nur anschließen.

So gut George Clooney auch als Schauspieler in den letzten Jahren geworden ist, so grottenschlecht fand ich ihn als Batman.
Der einzige Lichtblick in den Filmen war für mich Alicia Silverstone als Batgirl. Ehrlich gesagt, hätte Batman mit ihr die Bösewichter auch alleine geschafft und Robin hätten sie auf die Couch platzieren können.
Uma fand ich als Ivy ganz in Ordnung, obwohl mir die Ivy aus den neueren Trickfilmen viel besser gefiel. Sie war kühler und durchdachter und handelte im Gegensatz zu Uma`s Ivy ganz ruhig und hintertrieben.

Gleichviel fand ich da Val Kilmer doch einen Touch besser, da bei ihm noch das düstere an Batman und sein innerer Konflikt im Vordergrund stand.

Die Batman-Filme zwischen denen von Tim Burton und denen ab "Batmans Begins" fand ich so typisch auf Hollywood Kassenschlager gemacht. Hauptsache das Geld stimmt, das in die Kassen kommt alles andere ist egal.
Arnold Schwarzenegger nahm ich auch den tragischen Forscher nicht ab. Er ist halt doch nur ein guter Terminator. :twisted:

Die neuen Trickfilme über Batman fand ich Klasse und ich habe fast keinen versäumt, was auch nicht möglich war, da ich dank Max auch keinen verpassen konnte.

Wie findest du eigentlich die darauf folgende Batmantrickfilmreihe, wo Bruce ein alter Mann ist und seinen Nachfolger heran zieht?

Es gab da vor kurzem einen guten Artikel im ksta, den ich leider nicht mehr finden konnte. Darin ging es um den Wandel in Hollywood - wie das vermehrte Auftreten von Western und Comic im Kino.
Schade, hätte den Link gerne hier rein gesetzt.
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Beitragvon seirex » 10. Aug 2008 15:51

Hi!

Ich fand bei den älteren Batman-Filmen nur Jack Nicholson und Danny DeVito gut.
Keiner der Batman-Darsteller konnte mich überzeugen.

Bei Batman Begins finde ich Christian Bale perfekt. Er ist DER Batman, schon allein weil er genau so ausschaut wie in den Comics.
Gary Oldman ist auch angenehm zu sehen und die restlichen Darsteller tun ihren Job auch gut.

Außerdem fand ich es gut, dass nicht einfach Batman so Zack-Klong da ist, sondern dass seine Entstehung erklärt wird.

@Darth

http://www.amazon.de/Batman-The-Long-Ha ... 1563894696

LG

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Beitragvon Darth Destructo » 10. Aug 2008 16:08

@Demona:

Die neuen Trickfilme über Batman fand ich Klasse und ich habe fast keinen versäumt, was auch nicht möglich war, da ich dank Max auch keinen verpassen konnte.


Meinst du damit die von mir beschriebene Serie aus den 90ern (in diesem Stil: http://api.ning.com/files/ryymaoGXXUZS7 ... ker_tv.jpg) oder meinst du die nach 2000 Serie, die "The Batman" heißt und auf RTL 2 eine Zeit lang lief (wo Batman so komische große Augen hat: http://www.berlinwallpaper.com/Murals/Y ... ccent2.jpg)?


Wie findest du eigentlich die darauf folgende Batmantrickfilmreihe, wo Bruce ein alter Mann ist und seinen Nachfolger heran zieht?


Diese Serie ist ein Spin Off der von mir beschriebenen Batman Serie (hier spricht auch wieder Kevin Conroy Bruce Wayne).
Ich finde, dass "Batman of the Future" (in Amerika heißt sie "Batman Beyond", ich hab keine Ahnung, warum sie das abgeändert haben)teilweise schon recht gut und stimmig ist. Was mir nicht so gefallen hat, war, dass Terry McGinnis mehr oder weniger einfach so der neue Batman wird (wenn man das mit dem Training vergleicht, das Robins absolvieren mussten, um in den "Club" aufgenommen zu werden, wirkt das irgendwie unglaubwürdig). Aber die Serie hat auch ihr wirklich guten und starken Momente. Es gibt zum Beispiel eine Folge, in der Bruce kurz in den Fledermaus Dress schlüpft (bzw. in eine High-Tech Batmanrüstung) und dieser Moment ist wirklich genial, vor allem musikalisch, da das von mir geliebte Batman Thema aus der alten Zeichentrickserie hier widerverwendet wird (das da: http://video.google.de/videoplay?docid= ... lker&vt=lf).
Es gibt auch viele andere gute Folgen, aber leider kann man die Staffel-Boxen nicht in Deutschland erstehen. Das einzige, was in der Richtung noch erhältlich ist, ist der Batman Beyond Film "Return of the Joker" (übrigens sehr zu empfehlen, da Mark Hamill wieder den Joker spricht.) http://www.amazon.de/Batman-Future-Joke ... 810&sr=1-3

EDIT:@Seirex: Danke, bei Amazon habe ich noch nicht geschaut (nur bei nem Comichändler gefragt und der hat gesagt, das gäbs nicht mehr).
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Beitragvon Demona » 10. Aug 2008 16:29

Meinst du damit die von mir beschriebene Serie aus den 90ern (in diesem Stil: http://api.ning.com/files/ryymaoGXXUZS7 ... ker_tv.jpg) oder meinst du die nach 2000 Serie, die "The Batman" heißt und auf RTL 2 eine Zeit lang lief (wo Batman so komische große Augen hat: http://www.berlinwallpaper.com/Murals/Y ... ccent2.jpg)?


Ich meinte den ersteren Link von dir. An den anderen kann ich mich nicht erinnern. Es muss jedoch der aus den 90igern gewesen sein, denn Max war da noch nicht oder noch nicht so lange in der Schule (Einschulung 1996), als wir es gesehen haben.
Ich fand die deutsche Synchronstimme in dem Trickfilm auch passend und wenn ich es richtig in Erinnerung habe, war es auch dieselbe in "Batman of the Future".

In dem Spinn-off fand ich auch toll, wenn sich die alten Charaktere - alle sehr deutlich gealtert, wie Batgirl - immer wieder mal über den Weg laufen. Wichtig fand ich auch, dass Batman sich im Wesen nicht geändert hat, er war immer noch knurrig, z.T. biestig und ein alter Besserwisser.
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Beitragvon Darth Destructo » 10. Aug 2008 18:38

In dem Spinn-off fand ich auch toll, wenn sich die alten Charaktere - alle sehr deutlich gealtert, wie Batgirl - immer wieder mal über den Weg laufen. Wichtig fand ich auch, dass Batman sich im Wesen nicht geändert hat, er war immer noch knurrig, z.T. biestig und ein alter Besserwisser.


Das trifft es genau auf den Punkt. Dieser gealterte Bruce Wayne trifft Batmans Charakter weitaus besser als zum Beispiel George Clooney - und ist, trotz seines hohen Alters, weitaus mehr Batman als Clooney es je sein könnte.

Ich fand die deutsche Synchronstimme in dem Trickfilm auch passend und wenn ich es richtig in Erinnerung habe, war es auch dieselbe in "Batman of the Future".


Stimmt, die deutsche Synchronsiation ist recht passend, der Sprecher von Batman heißt hier Eberhard Haar. Allerdings ist die englische noch einen Tick besser (da passt wirklich JEDE Stimme. In der dt. Synchro finde ich zum Beispiel Harley Quinn grauenvoll).
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Beitragvon Demona » 10. Aug 2008 19:41

Stimmt, die deutsche Synchronsiation ist recht passend, der Sprecher von Batman heißt hier Eberhard Haar. Allerdings ist die englische noch einen Tick besser (da passt wirklich JEDE Stimme. In der dt. Synchro finde ich zum Beispiel Harley Quinn grauenvoll).


Das stimmt, so etwas von schrill und kleinmädelhaft, es ist wirklich grauenhaft. Da hast du das Gefühl, als wenn einer mit Kreide über die Tafel ratscht.


Nachtrag:

Das einzige Element, das in meinen Augen ein wenig wie ein Fremdkörper wirkt, ist Katie Holmes (was vielleicht daran liegt, dass ich sie einfach nicht mag, ich denke, dass Maggie Gyllenhall die bessere für die Rolle ist).


Katie Holmes halte ich auch nicht gerade für die Besetzung. Seit sie mit Cruise zusammen ist, hat sie eher nachgelesen, anstatt sich zu verbessern. Ich bin auch froh, dass sie bei dem neuen Batman nicht dabei ist. Wenn ich mir den neuen Trailer ansehe, dann ist Maggie Gyllenhall einfach die bessere Wahl.
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Beitragvon frared » 11. Aug 2008 14:07

ich weiss ja nicht wann der neue batman in dtl startet, aber ich war sehr beeindruckt vom film. batmans stimme ist immer noch unterirdisch, aber anscheinend laesst sich da nix machen. heath ledger ist wunderbar, und ich bin hin- und hergerissen gegenueber der ernsthaftigkeit des films. ist das gut, geht einem das aufn keks? bei begins definitiv ja, nervte unheimlich, hie fand ichs schoener und tiefgruendiger und vor allem weniger auf heroismus bedacht.
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Beitragvon Demona » 19. Aug 2008 14:48

Heute stand im ksta eine sehr schöne Einschätzung über den neuen Batman drin.

?Batman - The Dark Knight? kommt am Donnerstag mit Heath Ledger in der Hauptrolle in unsere Kinos. In den USA hat der Film sämtliche Rekorde gebrochen - Anlass zu einer Betrachtung des Typus "Superheld". Nur Iron Man und Batman sind politisch, apokalyptisch und dunkel interpretierbar.


Den ganzen Artikel könnt ihr hier nachlesen.

Er zeigt an, dass Batman/Bruce Wayne in diesem Film an seine Grenzen geht.
Der Artikel hat auch einen sehr interessanten Schlußsatz:

Batman ist nicht Jokers Bezwinger, sondern eher dessen Alter Ego - pessimistischer, verzweifelter, ratloser wirkt kaum einer der Helden, die sich mit dem Zustand der amerikanischen Gesellschaft in der ausgehenden Bush-Ära herumplagen. Willkommen in einer Welt, in der sich jeder schuldig macht.
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Beitragvon Darth Destructo » 19. Aug 2008 15:57


Batman ist nicht Jokers Bezwinger, sondern eher dessen Alter Ego - pessimistischer, verzweifelter, ratloser wirkt kaum einer der Helden, die sich mit dem Zustand der amerikanischen Gesellschaft in der ausgehenden Bush-Ära herumplagen. Willkommen in einer Welt, in der sich jeder schuldig macht.


Zu der politischen Interpretation Batmans hat Michael Caine (der Schauspieler von Alfred) mal einen hübschen Satz gesagt:

Superman ist Amerika, wie es sich selbst sieht, während Batman Amerika ist, wie es die Welt sieht.
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Beitragvon Demona » 19. Aug 2008 18:18

Zu der politischen Interpretation Batmans hat Michael Caine (der Schauspieler von Alfred) mal einen hübschen Satz gesagt:

Zitat:
Superman ist Amerika, wie es sich selbst sieht, während Batman Amerika ist, wie es die Welt sieht.


Besser hätte es wohl niemand formulieren können.

Noch erschreckender finde ich allerdings die Tatsache, dass ein Land, das sich als Weltmacht sieht und sich als Weltpolizist aufführt, sich anhand seiner Comic-Helden identifiziert.
Wenn das nicht viel erschreckender ist.
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Beitragvon Lythanda » 19. Aug 2008 19:51

Roger Ebert hat "The Dark Knight" wundervoll beschrieben.
?Batman? isn?t a comic book anymore. Christopher Nolan?s ?The Dark Knight? is a haunted film that leaps beyond its origins and becomes an engrossing tragedy. It creates characters we come to care about. That?s because of the performances, because of the direction, because of the writing, and because of the superlative technical quality of the entire production. This film, and to a lesser degree ?Iron Man,? redefine the possibilities of the ?comic-book movie.?


Ich habe ihn noch nicht gesehen (nächsten Mittwoch ist er fest eingeplant), aber "Batman begins" hate ich wieder und wieder angeschaut.
Einer meiner wirklichen Favourites ist er schon nach dem ersten Sehen geworden und daran hat sich bis heute nichts geändert.

Gerade weil der "Held" erst entstehen muss und als er technisch fertig ist, auch erstmal lernen muss, wer er ist, wofür er stehen will und wie er den Drahtseilakt zwischen dem wirklichen Leben und dem geheimen Leben bewerkstelligen kann.

Ich bin sehr gespannt auf "Dark Knight"...

/hugs
Lyth
Never give up. Never surrender.

~~~

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Beitragvon Darth Destructo » 19. Aug 2008 21:14

Hier ist noch ein ziemlich interessantes Interview mit dem Regisseur, Chris Nolan.

http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,572905,00.html
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Beitragvon Demona » 19. Aug 2008 21:39

Ich bin auch schon ganz gespannt.

Max, seine Freunde und meine Wenigkeit werden evtl. am Samstag rein gehen, wenn nix dazwischen kommt.
Das ist mal wieder einer der Filme, den man im Kino gesehen haben muss. :mrgreen:
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Beitragvon Darth Destructo » 22. Aug 2008 15:12

Ich war gestern Abend in "The Dark Knight" und muss sagen, dieser Film hat meine Erwartungen mehr als erfüllt; ich halte ihn schon jetzt für den Film des Jahres.
Einen Film wie diesen bekommt man wirklich äußerst selten zu sehen, so schonungs- und kompromisslos. Selten hatte eine Comicverfilmung solchen Tiefgang, so gut ausgebaute Figuren und so eine vielschichtig Handlung. Dazu gibt es auch Action vom Feinsten, interessante Dialoge und natürlich den Joker. So ein geniales Spiel hat man wirklich selten gesehen, da hat wirklich jede kleine Geste gestimmt (ich sage nur: Zunge). Sogar von der deutschen Synchronstimme Heath Ledgers war ich recht angenehm überrascht (Simon Jäger mag ich sonst nicht so gerne, aber hier hat er wirklich alles rausgeholt, was ging).
Auch alle anderen Darsteller haben gestimmt und äußerst gut gespielt, von Christian Bale über Gary Oldman, Aaron Eckhart, Michael Caine und Maggie Gyllenhall (weitaus besser als Katie Holmes) bis zu Morgen Freeman.
In der einen oder anderen Kritik des Films hat man etwas über "Längen" in diesem Film gelesen, was ich allerdings überhaupt nicht nachvollziehen kann: "The Dark Knight" ist spannend von der ersten bis zur letzten Minute.
Auch der Geist der Comicvorlage bleibt stets erhalten, Heath Ledgers Joker hat viel mit dem Joker aus "The Killing Joke" gemein, Aaron Eckharts Two-Face hat zwar viel zu wenig Leindwandzeit, sieht aber wirklich fies aus und kommt auch sehr glaubhaft rüber (im Gegensatz zu dem dämlichen und albernen Two-Face von Tommy Lee Jones in "Batman: Forever"). Eine Anspielung auf die Comics, die mir besonders gefallen hat, waren die Batmantypischen "weißen Augen", die zum ersten Mal in einem Batman-Realfilm vorkamen.
Es gibt aber auch einige (sehr wenige) Punkte, die mich ein wenig gestört haben:
Scarecrow wurde viel zu schnell abgehandelt. Daraus hätte man mehr machen können, denn diese Figur verdient eigentlich mehr. Andererseits wäre dann der Joker vielleicht weniger vorgekommen...
Schade fand ich, dass man die bekannten Orte aus BB nicht wieder besuchen durfte, wie den Wayne-Tower oder die Arkham Anstalt.
Und bei der Musik vermisse ich immernoch ein wirklich markantes Batman-Thema wie das von Danny Elfman (in Burtons Batmanfilmen) oder das von Shirley Walker (in der Zeichentrickserie), das bei seinem Auftritt gespielt werden kann. Batman hat zwar ein Thema, aber das ist in meinen Augen nicht markant genug.
Ansonsten haben die Herren Zimmer und Newton Howard wirklich einen soliden Job geleistet. Besonders hat gefallen hat mir die Art, wie das "Wirken" von Batman und dem Joker musikalisch untermal wurde:
Immer, wenn Batman "arbeitet", erklingt das aus BB bekannt Motiv, das sich wie die Flügelschläge von Fledermäusen anhört, während beim Joker ein chaotisches E-Gitarren und Synthesizer-Stück kommt, das sehr gut zu ihm passt.
Man könnte jetzt noch ewig über den Film weiterschreiben, aber das haben die ganzen Kritiken auch schon getan, deshalb komme ich einfach zum meinem persönlichen Fazit: "The Dark Knight" ist nicht perfekt, aber in meinen Augen gibt es kaum einen Film, der so nahe an der Perfektion dran ist.
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Beitragvon Demona » 22. Aug 2008 15:32

Na, da ist meine Vorfreude auf meinen morgigen Kinonachmittag schon gewaltig angestiegen.

Kann es kaum noch erwarten. :-)
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Beitragvon seirex » 22. Aug 2008 16:36

Dienstag ist es soweit, Karten liegen schon hier!
Digitales Bild und super Sound - Batman ahoi ;-)

LG

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Beitragvon Demona » 23. Aug 2008 19:06

So, ihr Lieben ich bin wieder zurück. Die Pleiten könnt ihr hier nachlesen.

Vllt. wäre ja einer von euch so nett, mir die fehlenden Szenen zu erzählen. Wie gesagt, bei mir standen sie noch auf dem Dach und der letzte Satz war: "Vllt. sollten wir das an einem ruhigeren Ort besprechen." und dann Ton weg und kurz später Bild weg... Dann ging es in der Bar/Kneipe weiter. Batman greift sich einen aus der Mitte und fragt: "Wo ist der Joker?"

Meine Erwartungen wurden vollends erfüllt, wenn nicht sogar übertroffen. Die Darsteller passten und man ihnen die Rolle voll ab. Allen voran Bale und Letger. Meines Erachtens ist Letger noch ein besserer Joker als es Nicholsen war, aber das mag auch an der Zeit liegen. Damals beim ersten Batman-Film hätte das Publikum und Amerika so einen durchgeknallten Joker einfach nicht verkraftet oder verstanden.

Dieser Joker hielt für mich Amerika den Spiegel vor und zeigte ihnen wie sie wirklich sind. Wenn wir mal ehrlich sind, haben es die letzten Präsidentenwahlen auch gezeigt. Bush voran und fast das ganze amerikanische Volk folgt ihm wie die Lämmer zur Opferbank und am Ende will es wieder keiner gewesen sein.

Batmans heroische Rede am Ende, als er die Schuld von Trent auf sich nahm... ja sie war heroisch und wir Europäer werden so etwas wohl nie verstehen. Müssen wir wahrscheinlich auch nicht, reicht ja, wenn es die Amis tun. Und das tun sie auf alle Fälle, denn Amerika bzw. die Amerikaner brauchen solche "Dunklen Ritter", denn sonst hätten sie ja keinen, dem sie die Schuld an der ganzen Misere in die Schuhe schieben könnten. Und das ist es, was Batman sehr klar erkannt hat.

Amerika ist ein Land, was Superhelden braucht und es ist ja wohl auch das Land, welches die meisten davon hervor gebracht hat, oder?
Einen Helden, der tut, was jeder "gute" Amerikaner gerne tun würde oder sogar gerne sein würde, aber auch ein Held, dem man die Schuld geben kann, wenn es mal nicht so läuft.
Und das brachte der Film sehr gut rüber. Hinzu kommt die innere Zerissenheit eines Helden, der erkennt, wenn er diesen Feind erledigen will, muss er seine wichtigste Grundregel brechen und sich über sein Gewissen hinweg setzen.

Auch zeigte das Ende mal wieder, dass der Joker gerissener war als seine Gegner, denn er wollte nicht das Batman sein Gesicht verlor sondern derjenige, den er für den mit der weißesten Weste hielt, nämlich den Staatsanwalt Trent.
Obwohl ich sagen muss, jemand der die wichtigsten Momente seines Lebens von einer Münze abhängig macht, hat für mich eh schon einen leichten Knall und für mich jemand, der schon bei einem geringeren Anlass - als den Tod eines geliebten Menschen - bereit ist, die Grenze zu überschreiten. Aber das ist nur meine Meinung.

Sehr bezeichnend für mich waren die Szenen auf den beiden Fähren und das es ausgerechnet die "Verbrecher" waren, die als erstes den Auslöser ins Wasser warfen und die "Guten" erst einmal darüber abstimmen mussten.
Vor allem, wo man vorher noch erfährt, wie sich der Joker seine Leute ausgesucht hat. Diese Mitläufer waren nur Kranke, die den Versprechungen eines ebenso Kranken glaubten, der ihnen versprach, dass die Stimmen verschwinden würden. Macht sie das zu schlechteren Menschen oder gar Abschaum?

Wie gesagt, der Film war ein Meisterwerk seiner Klasse und versteht es hervorragend, Amerika den Spiegel vorzuhalten. Leider glaube ich nicht, dass es auch nur die Hälfte der Amerikaner versteht, die sich den Film angesehen haben.
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Beitragvon Darth Destructo » 23. Aug 2008 19:30

Obwohl ich sagen muss, jemand der die wichtigsten Momente seines Lebens von einer Münze abhängig macht, hat für mich eh schon einen leichten Knall


Hat er nicht, das war nur ein Trick; er hat immer eine Doppelkopfmünze verwendet. Die Münze wurde erst nach der Umwandlung in Two-Face wirklich wichtig, weil sie jetzt eine "heile" und eine "verbrannte" Seite hat, wie der Werfer selbst (übrigens, kleine Anmerkung: Er heißt Dent).
Allerdings bin ich mit dir einer Meinung, dass die Verwandlung etwas zu schnell ging - vielleicht hätte man die Sache in Hong-Kong etwas kürzen sollen und dafür etwas mehr Zeit auf Harveys Entwicklung verwenden sollen.
Andererseits könnte man auch argumentieren, dass nicht nur Rachels Tod der Hauptauslöser zur Verwandlung in Two-Face war, sondern eben alles, was ihm zuvor passiert ist, inklusive der Verbrennungen natürlich.

Da fällt mir gerade ein, in der Batman Zeichentrickserie hat Two-Face eine sehr interessante Ursprungsgeschichte: Hier gibt es den eigentlichen Two-Face (also Harvey Dents böse Seite) schon lange vor dem Unfall, der ihn entstellt.
Dents Persöhnlichkeitsspaltung rührt hier von einem Erlebnis in der Kindheit her: Als Junge wurde er stets tyrannisiert und einmal hat er sich gewehrt und zwar richtig. Kurz darauf hat er erfahren, dass der Junge, bei dem er zurückgeschlagen hatte, ins Krankenhaus kam. Es hat sich dabei zwar um eine Blinddarm-OP gehandelt, aber das wusste Dent zu dieser Zeit nicht, also hat er sämtliche Agressivität und Wut unterdrückt, was zur Bildung einer zweiten Persönlichkeit führte (am Anfang "Big Bad Harv" genannt).
Durch die Entstellung (hier durch einen Unfall, in den der Mafiaboss Rupert Thorn verwickelt ist) "reißt" Big Bad Harv praktisch die Kontrolle an sich. Voilá, da haben wir Two-Face.


Vllt. wäre ja einer von euch so nett, mir die fehlenden Szenen zu erzählen. Wie gesagt, bei mir standen sie noch auf dem Dach und der letzte Satz war: "Vllt. sollten wir das an einem ruhigeren Ort besprechen." und dann Ton weg und kurz später Bild weg... Dann ging es in der Bar/Kneipe weiter. Batman greift sich einen aus der Mitte und fragt: "Wo ist der Joker?"


Ich glaube, da kommt wirklich nicht sehr viel dazwischen, Batman segelt ab und man sieht nur kurz in den Club, bevor er reinstürmt, alle vermöbelt und sich Sal Maroni greift.
Aber ich werde mir den Film in der nächsten oder übernächsten Woche sowieso noch ein zweites Mal anschauen, dann werde ich noch mal genau auf diese Stelle achten.
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Beitragvon Demona » 23. Aug 2008 19:56

Hat er nicht, das war nur ein Trick; er hat immer eine Doppelkopfmünze verwendet. Die Münze wurde erst nach der Umwandlung in Two-Face wirklich wichtig, weil sie jetzt eine "heile" und eine "verbrannte" Seite hat, wie der Werfer selbst (übrigens, kleine Anmerkung: Er heißt Dent).


Danke, aber wie gesagt, mit Namen habe ich es nicht so. :mrgreen:

Das mit der Doppelkopfmünze weiß ja anfangs nur Dent und kein anderer, oder? Und das er eine zwiespältige Persönlichkeit ist zeigt sich m.E. schon, als er den jungen Mann im Krankenwagen entführt und ihn mit der Pistole bedroht.
Es ist alleine Batman´s rechtzeitigen Auftauchen zu verdanken, dass da nicht schon schlimmeres passiert.
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Beitragvon Darth Destructo » 23. Aug 2008 20:04

Das mit der Doppelkopfmünze weiß ja anfangs nur Dent und kein anderer, oder? Und das er eine zwiespältige Persönlichkeit ist zeigt sich m.E. schon, als er den jungen Mann im Krankenwagen entführt und ihn mit der Pistole bedroht.


Auch hier ist die Doppelkopfmünze im Einsatz; in meinen Augen ist das ausschließlich psychische Folter, die nicht körperlich werden kann (auch wenn Batman das denkt, weil er das mit der Münze natürlich nicht weiß.
Batman ist da auch nicht viel besser (Stichwort: "Das ist aus dieser Höhe nicht tötlich.")
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Beitragvon Demona » 23. Aug 2008 20:15

Batman ist da auch nicht viel besser (Stichwort: "Das ist aus dieser Höhe nicht tötlich.")


Das stimmt wohl, aber wo er Recht hat hat er Recht... Und Batman hat schon öfters Grenzen überschritten, die ein Polizist oder Staatsanwalt nicht überschreiten darf. Jedoch muss er sich hier erstmalig über die von ihm gesetzten Grenzen hinweg setzen.
Aber Batman ist ja auch kein Polizist oder Staatsanwalt, sondern nur ein selbsternannter Wächter.
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Beitragvon Demona » 23. Aug 2008 22:03

@ Darth

Mal noch ne andere Frage... Der Joker hat Batman doch bewusst eine falsche Information - was die Adressen zum Auffinden von Dent und Rachel - gegeben, oder?
Ich habe doch richtig verstanden, als Gordon Batman fragte, wen retten sie, antwortete der doch: "Rachel"
Gerettet hat er aber dann Dent. Da gehe ich doch dann mal davon aus, dass Joker ganz genau wusste, dass Batman auf alle Fälle Rachel anstatt von Dent wählen würde und damit indirekt schon wusste, wer das ganze überlebt. Denn, dass Batman schneller als die anderen sein würde, war ja wohl klar.
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Beitragvon Darth Destructo » 23. Aug 2008 22:22

Yup, der Joker hat, fies wie er nun Mal ist, die Adressen vertauscht, da er ja wollte, dass Dent gerettet wird, um zu beweisen, dass er fallen kann und böse wird.
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Beitragvon seirex » 27. Aug 2008 09:19

So, gestern waren wir im Kino!
Erstmal ein WOW!

Da hier ja schon reichlich über den Film gesprochen wurde,
gebe ich hier nur mal meinen persönlichen Eindruck zu ein paar Punkten wieder.

Die Story war von der ersten bis zur letzten Sekunde spannend,
dabei natürlich leicht verständlich und clever.

Die Schauspieler waren gut und besonders Ledger kam interessant rüber.
Ob er dafür wirklich den Oskar bekommen soll?
Naja, das hätte nichts zu sagen, denn man bekommt ja für jeden Kinomüll einen Oskar.
Aber klar ist, Ledger war bis jetzt der beste Joker
und erinnerte mich etwas an Hannibal Lecter.

@Demona

Wenn dieser Film dem amerikanischen Volk etwas sagen soll,
dann kann man das ja glatt auch von Sin City oder Iron Man behaupten.

Den Seitenwechsel von Dent finde ich eher weniger überzeugend.
Der geht mir zu schnell und zu einfach.

Mich würde noch interessieren, wer und wann für Ledger eingesprungen ist.
Ich habe da was von Johnny Depp/Jude Law gehört und deshalb natürlich auch darauf geachtet
und bin jetzt nicht ganz sicher ob ich wirklich wen anderes irgendwo gesehen habe.


LG

seirex
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Beitragvon Gast » 27. Aug 2008 11:26

Hallo

Ich kann mich dem allgemeinen Lob nur anschließen.

Die Story war spannend und die Schauspieler klasse. Heath Ledger hat Christian Bale eindeutig die Show gestohlen und der Joker war der eigentliche Held (im shcauspielerischen Sinne) des Films.

Die Umwandlung Harvey Dents ging vielleicht psychologisch gesehen etwas zu schnell und von manch heroischer Rede kann man halten, was man will, aber der Film war in erster Linie das, was ich von ihm erwartet hatte, nämlich erstklassige Unterhaltung von der ersten bis zur letzten Minute.

Nochmal zu Jack Nicholson:
Als seirex mich direkt nach dem Kino fragte, wen ich jetzt für den besseren Joker halte, habe ich ohne zu Zögern Heath Ledger gesagt.
Jetzt allerdings denke ich, dass man die beiden gar nicht vergleichen kann, weil sie den Joker auf ganz unterschiedliche Art und Weise verkörpert haben. Ich finde Jack Nicholson als den Joker genauso unvergesslich wie es Heath Ledger jetzt schon ist.


@ Darth
Welcher Joker liegt näher am Comic und wie ist er laut Comic überhaupt entstanden bzw. wer steckt dahinter?


LG
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Beitragvon Darth Destructo » 27. Aug 2008 14:18

Welcher Joker liegt näher am Comic und wie ist er laut Comic überhaupt entstanden bzw. wer steckt dahinter?


Das ist eine sehr schwer zu beantwortende Frage, der sich der Joker über die Jahrzehnte hinweg (und natürlich auch von Autor zu Autor) stark verändert. Der ursprüngliche Joker von 1940 war noch vergleichsweise harmlos, aber es gab schon ein paar parallelen zu Heath Ledgers Joker, u.a. die Verkleidungen und die Tatsache, dass der Joker einfach "da" war.
Der wirklich psychopathische Joker entstand erst richtig in den 80ern, v.a. in Alan Mooers Meisterwerk "The Killing Joke", der durchaus einige parallelen zum "The Dark Knight" Joker aufweist (u.a. versucht er da etwas ähnliches wie mit Harvey Dent in "The Dark Knight")
Also alles in allem würde ich sagen, dass Heath Ledgers Joker dem moderneren Comicjoker aufjeden Fall näher ist als Nicholson.
Was den Comic-Ursprung des Jokers angeht: Auch das ist eine schwierige Frage, da er einfach ziemlich viele Origin Storys hat (wobei mir persönlich die aus "The Killing Joke" am besten gefällt). Alle enden damit, dass er in Säure oder Chemiekalien landet und als Joker wieder herauskriecht (wieder eine parallele zu "The Dark Knight": Der Joker hat praktisch eine Multiple-Choice Vergangenheit).
Wer gerne mehr über den Joker wüsste bzw. gerne mal die Comics lesen würde, die Heath Ledger laut eigener Angabe zu "seinem" Joker inspiriert haben, dem empfehle ich diese zwei:

http://www.amazon.de/Batman-Killing-Jok ... 880&sr=1-1

http://www.amazon.de/Batman-Arkham-Asyl ... pd_sim_b_3

Der Joker hat sogar eine eigene, deutschsprachige Fansite:
http://www.jokerfanpage.mynetcologne.de/index2.htm


EDIT:
Mich würde noch interessieren, wer und wann für Ledger eingesprungen ist.
Ich habe da was von Johnny Depp/Jude Law gehört und deshalb natürlich auch darauf geachtet
und bin jetzt nicht ganz sicher ob ich wirklich wen anderes irgendwo gesehen habe.


Meines Wissens hat Heath Ledger sämtliche Aufnahmen selbst gedreht und auch sämtliche Sprachaufnahmen der Post-Production noch selbst erledigen können.
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Beitragvon Demona » 27. Aug 2008 15:58

@ Trevor

Das war sein anderes Filmprojekt, welches er nicht mehr geschafft hat zu Ende zu drehen. Darin spielt er auch jemanden mit gespaltener Persönlichkeit, weshalb man dann drei Darsteller wählte.
Der Film heißt ?The Imaginiarium of Dr. Parnassus?
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Beitragvon Gast » 29. Aug 2008 19:43

@ Demona

Das mit Johnny Depp hat seirex behauptet und es war peinlich genug, als er mir im Kino ständig (ca. alle zehn Minuten) "halblaut" zugeflüstert hat:
"Das ist jetzt aber Johnny Depp, das sehe ich genau." :roll:


LG
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Beitragvon Demona » 1. Sep 2008 17:13

@ Trevor

Eine Brille könnte da helfen... :mrgreen:
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