Michael Jackson überraschend verstorben

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Beitragvon nevermore » 26. Aug 2009 20:12

Den neuesten Hoax-Dreck hat RTL zu verantworten. Gestern ging ein Video um die Welt, in dem angeblich Michael Jackson aus einem Leichenwagen der Rechtsmedizin steigt mit dem Titel "Michael Jackson is alive".

Heute stellt sich raus, das Ding hat RTL Explosiv produziert. Sie wollten testen wie leichtgläubig Verschwörungstheoretiker sind, und wie schnell sich sowas verbreitet.
Pressemeldung: http://www.medienhandbuch.de/news/aktue ... 28184.html
Sendung: Morgen, 18:00 RTL Explosiv.
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Beitragvon Demona » 26. Aug 2009 20:51

Über GEschmack lässt sich ja bekanntlich streiten, aber das geht doch entschieden zu weit. Da hätten die auch die Skelette des "Wesens" nehmen können, von dem die Mexikaner behaupten, es wäre ein Alien und es gebe wohl noch mehr davon.
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Beitragvon nevermore » 28. Aug 2009 20:56

So, nun hat auch die Gerichtsmedizin in LA offiziell die Todesursache erklärt: Akute Propofol-Vergiftung, weitere Faktoren, die beitrugen: Lorazepam (Ativan). Sonst noch gefunden: : Midazolam (Versed), Diazepam (Valium), Lidocaine und Ephedrine. Einen kompletten Autopsiebericht gibt es vor Abschluss der polizeilichen Ermittlungen vermutlich nicht.

Todesumstände nun offiziell: "Homicide", d.h. mindestens fahrlässige Tötung. Wenn ich die Pressemeldung irgendwo herkriege, aktualisiere ich das hier.

@Lyth, ist jetzt eigentlich Propofol addiktiv, oder nicht?


In Sachen Vater- und Mutterschaften gibts immer mehr Chaos - es ist noch eine angebliche Mutter von Blanket aufgetaucht, des Weiteren ein 24-jähriger Kalifornier, der behauptet, Jacksons Sohn zu sein, der sogar eine Geburtsurkunde hat, auf der Michael als Vater verzeichnet ist, und der jetzt gerichtlich um einen DNA-Test ersucht hat. Dem scheint es also ernst zu sein.

Und als ob es nicht schon verrückt genug wäre, haben die Jacksons jetzt auch noch Angst vor Samenräubern:
Michael Jacksons Sperma wird nach England ausgeflogen

Michael Jacksons Spermaprobe steht unter Wachschutz - Die Familie des Sängers plant, die Probe für 900 Dollar zu einer sicheren Klinik in London ausfliegen zu lassen. Dort soll die Probe vor “skrupellosen” Subjekten sicher sein, die mit der Probe einen neuen Erben seines Vermögens erschaffen könnten.
....

http://www.naanoo.com/live/michael-jack ... news-23359

Ist Samenspenden in den USA eigentlich so eine Art Mode?
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Beitragvon Demona » 29. Aug 2009 00:16

Wenn ich mich richtig erinnere - ich glaube, dass ich den Artikel auch hier mal im Forum gepostet habe - bekommst du pro Spende 100,00 Dollar.
Gerade jetzt in den finanziell schwierigen Zeiten, gehen die Männer wohl zuhauf zur Spende.

Ich habe auch mal eine Reportage im Fernsehen gesehen, wo gebracht wurde, dass ein Spender einige 100 Kinder hat. Die haben wohl auch einige Mütter aufgetan, die sich für diesen Spender entschieden haben.
Es haben wohl auch einige Mütter ander Mütter gesucht, die besagten Spender gewählt haben. (Falls die Kinder sich irgendwann mal verlieben, dann sollte es wohl nicht in jemanden sein, der dann denselben Erzeuger hat).
Ein anderer Grund war, dass einige der älteren Kinder wissen wollten, wer ihr Erzeuger (Vater) ist. Der Spender hat aber um absolute Diskretion gebeten und jedwige Kontaktwünsche abschlägig behandelt.
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Beitragvon nevermore » 29. Aug 2009 00:22

Schwierige Zeiten, schön und gut ... das dürfte aber weder bei Klein, noch bei Lester, oder Michael selbst der Grund für die Entscheidung gewesen sein. Mir scheint schon, dass das irgendwie so eine Modeerscheinung ist da drüben.

Kapieren tue ich die Sache ja nicht. Was soll das mit der Hin- und Herschieberei von Samenproben? Entweder er konnte/wollte eigene Kinder haben, oder nicht. Das passt doch nicht zusammen.
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Beitragvon Lythanda » 29. Aug 2009 16:58

So, nun hat auch die Gerichtsmedizin in LA offiziell die Todesursache erklärt: Akute Propofol-Vergiftung, weitere Faktoren, die beitrugen: Lorazepam (Ativan). Sonst noch gefunden: : Midazolam (Versed), Diazepam (Valium), Lidocaine und Ephedrine.

Das klingt zumindest schlüssig, Das Lido und Ephedrin wird von den Reanimationsversuchen übrig sein.


@Lyth, ist jetzt eigentlich Propofol addiktiv, oder nicht?

Das kann ich dir, ehrlich gesagt, nicht genau sagen. Wir verwenden es für die Dauersedierung immer in Kombination mit einem potenten Analgetikum (wie z.B. Fentanyl) zur sogenannten Analgosedierung. Macht bei schwer verletzten Menschen ja auch mehr Sinn, als eine Mono-Sedierung.
Und im Allgemeinen ist es so, dass der Entzug nur dann auftritt, wenn die Droge bewusst erlebt wird. Also ist durch die sedierende Komponente bei einer Analgosedierung der Entzug minimiert.

Allerdings kann ich mir eine psychische Komponente bei der Sasche vorstellen. Wie schon gesagt, schläft man mit Propofol sagenhaft schön ein, das kann schon süchtig machen. Dazu kommt, wenn man weiß, dass Propofol als ultima ratio zur Verfügung steht, kann dass natürlich die Wirksamkeit anderer Mittel beeinträchtigen. Rein kopfmäßig gesehen.
Insofern ergibt das weaning-Argument schon Sinn. Ich wundere mich allerdings über die Dosisangaben von Murray. Bei Propofol ist es so, wie bei all diesen Medikamenten, die Dosis muss regelmäßig gesteigert werden, um wirksam zu bleiben. Eine "Gewöhnung" erfolgt schnell und bei Patienten mit einer Drogen- oder Medikamentenanamnese brauchen wir deutlich mehr davon.


Zu der Samenspendegeschichte fällt mir noch ein, dass viele Männer ihren eigenen Samen spenden un konservieren vor z.B. medikamentösen Therapien oder medizinischen Prozeduren, die die Qualität des Samens beeinflussen. Auch Querschnittgelähmte spenden ihren Samen, solange sie noch welchen produzieren, um spärere Kinderwünsche erfüllen zu können.
Ich weiß, das trifft hier nicht zu, ich wollte nur aufzeigen, dass es da Gründe gibt, auf die man nicht sofort kommt.

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Beitragvon nevermore » 29. Aug 2009 17:10

Ich frage wegen der Abhängigkeit, weil ich immer wieder lese, Propofol habe kein Suchtpotenzial. Das mit der psychischen Abhängigkeit kaufe ich sofort ab.

Über die Dosis-Angaben wundern sich Experten in aller Welt. Vor allem, warum von einer "tödlichen Dosis" die Rede ist. Die Frage ist 25 mg per was?

Eine Vermutung lautet auch, dass die "tödliche Dosis" dadurch zustande kam, dass MJ noch eine Stunde am Tropf war, nachdem er schon tot war. Ansammlung von Propofol, das nicht mehr abgebaut wurde.
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Beitragvon Lythanda » 29. Aug 2009 18:00

Ja, die Dosis ist eigenwillig, echt.

25mg als einmalige Gabe kenne ich, wenn man jemanden, der nicht, oder nur oberflächlich sediert ist, für eine bestimmte Maßnahme vollkommen platt legen will. Wobei ich bei geschätzter Körpergröße, Gewicht und Allgemeinzustand, sowie anderen Medikamenten bei Jackson nicht davon ausgehen würde, dass initial 25mg ihn platt machen. Die 50mg kaufe ich da eher.
Komisch finde ich insgesamt das Weaning-Procedere. Man halbiert doch nicht einfach die Dosis? *irritiert guck*
Als Infusion? 25mg/h? Herrjeh, damit legt man ein Pferd flach. Damit atmet kein Mensch mehr.

Dazu kommt, Disoprivan gibts in 2 verschiedenen Varianten: 1%ig und 2%ig.
Also 10mg/ml und 20mg/ml. Keine Ahnung, welche Version er verwendet hat, aber da ich rigendwo mal ein 50ml Fläschchen auf einen Foto gesehen habe, wird es wohl die 2%ige Lösung gewesen sein. (Zumal das das einzige Zeug ist, das man als Infusion geben kann. Die 1%ige Lösung kommt als 20ml Ampulle daher und ist somit nur zur Injektion geeignet.)

Merkwürdig ist das eh, da eine freilaufende Infusion völlig ungeeignet ist, eine exakte Dosierung zu verabreichen, dafür braucht es schon einen Infusiomaten oder eine Spritzenpumpe, bei denen man eine Laufgeschwindigkeit per ml/h eingibt.

Die "tödliche Dosis" muss aber schon vor dem Tod in den Organismus gelangt sein, sonst wäre sie ja nicht tödlich gewesen. Allerdings ist das in Kombination mit den anderen Sedativa schon deutlich unter der gefährlichen Dosierung bei einer Mono-Sedierung gewesen.

Mich macht es echt fertig, wenn ich lese, woran der Mann nun wirklich gestorben ist. Das ist sowas von unnötig, ich könnte mich sonstwie aufregen.
All diese Medikamente, diese Mischintoxikation, ist überhaupt nicht tödlich, wenn man schnell reagiert, sofort beim Einsetzen eines Herz-Kreislaufstillstandes mit der Reanimation beginnt und den Menschen dann sofort auf eine Intensivstation verbringt.
Intubieren, beatmen, Kreislauf medikamentös unterstützten und einfach warten, bis der Dreck wieder aus dem Körper raus ist.

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Beitragvon nevermore » 29. Aug 2009 18:09

Wobei ich bei geschätzter Körpergröße, Gewicht und Allgemeinzustand, sowie anderen Medikamenten bei Jackson nicht davon ausgehen würde, dass initial 25mg ihn platt machen.


Jackson war anscheinend etwa 180 groß und wie es heißt, zwischen 55 und knapp 70 Kilo schwer, je nachdem, über welche Zeit wir sprechen. Zum Schluss wohl eher an der unteren Grenze. Über den Allgemeinzustand scheiden sich die Geister.

Vermutlich dachte er, die 25 mg würden ihn zusammen mit den anderen Medikamenten platt machen.

Die "tödliche Dosis" muss aber schon vor dem Tod in den Organismus gelangt sein, sonst wäre sie ja nicht tödlich gewesen.


Ich weiß, das ist etwas von hinten durch die Brust ins Auge. Es ist die Idee einer Medizinerin, die sich das auch nicht erklären konnte. Die Dosis, die sie gefunden haben, ist tödlich, aber das heißt nicht, dass er mit dieser Dosis gestorben ist. Er kann an dem "Cocktail" gestorben sein, und die tödliche Dosis, die sie gefunden haben, kann dadurch zustande gekommen sein, dass die Infusion noch eine Stunde weiter lief.

Übrigens hätte MJ heute Geburtstag gehabt. Den 51. Ich weiß nicht, ob Happy Birthday angebracht ist, aber ein Tänzchen zur Feier des Tages sollte schon drin sein:
http://www.youtube.com/watch?v=AjopbJr_oEw
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Beitragvon Lythanda » 29. Aug 2009 18:26

Jupps, heute wäre er 51 geworden. Man kann ihn immer wieder tanzen sehen ... Davon gibts irgendwie keine Überdosis.

Putzig ist Googles tribute. :mrgreen:

/edit: Das mit der tödlichen Dosis ist so eine Sache ...
Die kann man nicht wirklich festlegen, ich kenne Leute, bei denen schon 3ml Blutzdruck und Atmung derartig in die Knie zwingen, dass man gegensteuern muss. Das Zeug geht halt zentral extrem auf Duck und Atmung.
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Beitragvon nevermore » 29. Aug 2009 18:47

Googles Tribute ist süß :D

Was macht denn deine "Conspiracy"-Lektüre?
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Beitragvon nevermore » 30. Aug 2009 20:22

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Beitragvon Demona » 31. Aug 2009 09:50

Heute bin ich beim morgentlichen Fernsehzappen auf torgen beim Frühstücksfernsehen gestoßen. Er sprach da gerade über Michael und zeigte einen Interviewausschnitt von Michael mit La Toya aus dem Jahre 1984. Die Qualität ist zwar nicht sehr gut, aber es war ein lustiger und fröhlicher Michael, der mit seiner Schwester noch etwas sang.
Ich habe dann mal gegoogelt und es in Torgens Blog gefunden.

Hier der link dazu. Tja, ich stelle gerade fest, dass man den Ausschnitt nicht ansehen kann, aber vllt. bekommt der Torgen das noch hin. :mrgreen:

Suchet und ihr werdet finden...klick und klick

und das Michael Jackson Performs "Forever" & talks with Latoya

Ist sogar noch länger, aber leider mit Hintergrundgeräuschen.
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Beitragvon nevermore » 31. Aug 2009 22:17

Macauley Culkin ist jetzt Blankets Vater. Sagt zumindest die Sun. :rolleyes:

/Update:
"The inquiries are too preposterous for us to even acknowledge." -- Culkins Pressesprecherin.

Demona hat geschrieben:und das Michael Jackson Performs "Forever" & talks with Latoya

Ist sogar noch länger, aber leider mit Hintergrundgeräuschen.

"I've got an idiot for a sister, folks" :laugh2:
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Beitragvon Lythanda » 31. Aug 2009 23:26

nevermore hat geschrieben:"I've got an idiot for a sister, folks" :laugh2:


:mrgreen:
Knuffig *lach*

nevermore hat geschrieben:Was macht denn deine "Conspiracy"-Lektüre?

Ich bin derzeit bei der Befragung der Hausangestellten.
Hat mir gut gefallen, wie Mesereau Bashir tranchiert hat. *hüstel* Hat der Kerl nicht gemerkt, dass sein Ganzes "Dazu mache ich keine Aussage" nix nützt, weil Mesereau mit seinen gezielten Fragen genau die Infos in die Köpfe der Jurü gepflanzt hat, die er da haben wollte? *lach*

Sehr "schön" auch, wie Mesereau Garvin zerlegt hat. Wobei "schön" da wohl im Auge des Betrachters gelegen hat. Für Jackson muss das eine Tortur gewesen sein.
Ich bin gespannt, wie das noch weiter geht.


nevermore hat geschrieben:Lyth, schau dir das an:

Die ersten beiden habe ich gesehen. Die Dame sagt ja basically das, was ich auch gesagt habe, als ich das erste Mal von der Disoprivan-Geschichte gehört hab.



Es ist schon erstaunlich, wie ausgetauscht der Mann wirkt, wenn er ernsthaft über seine Kunst redet, ohne auf private Dinge und/oder Presse-GEschichten und Gerüchte eingehen zu müssen.

Völlig entspannt, der Mann.

/hugs
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Beitragvon nevermore » 31. Aug 2009 23:45

Lythanda hat geschrieben:Ich bin derzeit bei der Befragung der Hausangestellten.
Hat mir gut gefallen, wie Mesereau Bashir tranchiert hat. *hüstel* Hat der Kerl nicht gemerkt, dass sein Ganzes "Dazu mache ich keine Aussage" nix nützt, weil Mesereau mit seinen gezielten Fragen genau die Infos in die Köpfe der Jurü gepflanzt hat, die er da haben wollte? *lach*


Vor allem hat er den ganzen Gerichtssaal gegen sich aufgebracht mit dieser Litanei. Es war ja nur ein Teil abgedruckt, aber selbst da kriegt man schon Aggressionen.

Die ersten beiden habe ich gesehen. Die Dame sagt ja basically das, was ich auch gesagt habe, als ich das erste Mal von der Disoprivan-Geschichte gehört hab.


Es spricht alles dafür, dass die Propofol-Geschichte eine Sache der Tourneen war. Er fragte erst im April danach. Worüber ich gestolpert bin, ist vor allem diese Heiß/Kalt-Geschichte. Das war nach ihrer Aussage 4 Tage vor seinem Tod, damit muss es in der Zeit gewesen sein, als Murray mit seinen "Entwöhnungsexperimenten" angefangen hat. Warum ruft Michael diese Schwester an und nicht seinen Arzt? Das Verhältnis war wohl zu der Zeit nicht mehr das beste. Murray ist laut Angaben von AEG auch noch nicht bezahlt worden. Der Vertrag war nur von seiner Seite unterschrieben, nicht von der Gegenseite. Heute tauchte ein Bericht auf, MJ sei nach Angaben der Autopsie nach seinem Tod noch transportiert worden (anscheinend kann man das an der Körperflüssigkeit feststellen), und es ist wieder die Rede davon, dass er Stunden vor dem Eintreffen der Sanitäter schon Stunden tot war. Man habe die Heizung auf Anschlag hochgedreht, um die Gerichtsmedizin zu täuschen (erinnere an die Berichte, dass es in der Wohnung dreißig Grad hatte, angeblich, weil Michael dauernd kalt war). Wenn ihn Murray von einem anderen Zimmer her transportiert hat, wer war der zweite, der ihm dabei half? Die ganze Sache stinkt immer mehr.

Es ist schon erstaunlich, wie ausgetauscht der Mann wirkt, wenn er ernsthaft über seine Kunst redet, ohne auf private Dinge und/oder Presse-GEschichten und Gerüchte eingehen zu müssen.


Eine Erkenntnis der letzten zwei Monate ist für mich auf jeden Fall, man muss zum einen die Medienkarikatur und zum anderen seine eigenen Maskeraden wegsortieren, um irgendwie dem nahezukommen, wer eigentlich Michael Jackson war (und selbst dann stößt man noch auf ein halbes Dutzend verschiedene Gesichter). Wobei das mit dem Medienbild zu einem guten Teil durch seine Maskeraden bedingt war. Alleine schon der Quatsch mit der verstellten Interview-Stimme ... in dem Clip von dir jetzt nicht so extrem, aber immer noch deutlich.
Hör mal in die ersten 30 Sekunden hier rein:
http://www.youtube.com/watch?v=LiIbb5kxceE&feature=fvw

The real Michael Jackson. Ich verstehe bis heute nicht, was er mit dieser Stimmverstellerei in den Interviews bezweckte. :confused:
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Beitragvon Demona » 1. Sep 2009 00:05

@ never

Das verstehe ich auch nicht ganz. Zumindest hat er es ja anfangs nicht getan. Vllt. hatte er an den Tagen mit der Fistelinterviewstimme keine gute Stimmung oder so.
Oder es gehörte zu irgendeinen Spiel, was nur er vertand.

Alleine von der Singstimme hat das eh nicht gepasst. Kein Mensch, der in normalen Leben so ne Piepsstimme hat, kann solche Konzerte geben.
Mich wundert nur, dass diese Stimmlage nicht die Stimmbänder schädigte.
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Beitragvon Lythanda » 1. Sep 2009 00:13

DAs mit den "warm/kalt" hatte ich schon mal gehört. Im Radio, am Morgen, als ich vom Machtdienst nach Hause gefahren bin, nach der Nacht, in der die Todesmeldung kam.
Komischerweise habe ich danach nie wieder davon gehört.
Da wurde kurz vermeldet, es habe eine Krankenschwester gegeben, die er nach Propofol gefragt habe und die ihn davor gewarnt habe und die gesagt habe, man hätte sie im Auftrag von Jackson kurz vor seinem Tod angerufen und gesagt, er habe BEschwerden, dass die Hälfte seines Körpers warm und die andere kalt sei. Sie habe daraufhin gesagt, er solle in Krankenhaus gehen.
An die Meldung erinnere ich mich gut, weil sie mich so irritiert hat. Irgendwie musste ich zuerst an irgendein zentral bedingtes Phänomen denken, aber Ferndiagnosen funktionieren nie.
Danach habe ich nie wieder von der Sache gehört.

Ich finds allerdings auch auffällig, dass er sie angerufen hat und nicht seinen Arzt, oder sonst wen in seiner Nähe.
Irgendwie hatte er wohl schon den richtigen Instinkt, sich an die Leute zu wenden, die ein wenig Vernunft walten lassen. Aber aus irgendeinem Grund scheinen sich die Leute ohne Vernunft ja immer erfolgteich vorgedrängt zu haben.

Eine Erkenntnis der letzten zwei Monate ist für mich auf jeden Fall, man muss zum einen die Medienkarikatur und zum anderen seine eigenen Maskeraden wegsortieren, um irgendwie dem nahezukommen, wer eigentlich Michael Jackson war (und selbst dann stößt man noch auf ein halbes Dutzend verschiedene Gesichter). Wobei das mit dem Medienbild zu einem guten Teil durch seine Maskeraden bedingt war. Alleine schon der Quatsch mit der verstellten Interview-Stimme ... in dem Clip von dir jetzt nicht so extrem, aber immer noch deutlich.

Das ist etwas, das mich auch immer wieder irritiert.
Aber man muss wohl, um den Mann zu verstehen, in seinen Schuhen stecken. Niemand, der nicht sein Leben gelebt hat, kann das wohl nachvollziehen, was dahinter steckt.
Je mehr ich von ihm sehe und lese, desto mehr habe ich den Eindruck, dass er immer wieder versucht hat, sich neu zu definieren, oder wie ein Kind wirkt, das sich ausprobiert.
Passend dazu ist in meinen Augen seine Aussage, dass er ein Perfektionist ist, der nie wirklich mit sich zufrieden war. Und dann hat er wohl immer wieder etwas Neues ausprobiert.

Gerade das mit der Stimme ist auffällig, da habe ich den Eindruck, dass der einzige Ort, wo er sich wirklich als er selber gefühlt hat, auf der Bühne war und er da eben als er selber spricht.
In jeder anderen Umgebung hat er dann halt eine der Masken verwendet, je nachdem, worin er sich gerade mal wieder ausprobiert hat.

Du hast aber Recht, man muss schon sehr graben, um einen Schimmer des "echten" Michael Jackson zu erhaschen. In manchen Interviews kommt manchmal so ein Nebensatz, bei dem ich stutze und denke: "Häh? Was war das jetzt? Das ist doch total inkonsistent. Da habe ich das Gefühl, dass dann kurz das Verstellen dünn geworden ist und da ein Hauch der wirklichen Person durchgekommen ist.

Warum er sich dauernd so sehr verstellt hat, kann ich nur erahnen, ich weiß, dass sehr zerbrechliche Personen so agieren. Da ich aber nicht weiß, ob er das bewusst oder teilweise unbewusst gemacht hat, fällt die Einschätzung da schwer.

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Beitragvon nevermore » 1. Sep 2009 13:38

Lythanda hat geschrieben:"Es ist schon erstaunlich, wie ausgetauscht der Mann wirkt, wenn er ernsthaft über seine Kunst redet, ohne auf private Dinge und/oder Presse-GEschichten und Gerüchte eingehen zu müssen.

Völlig entspannt, der Mann.

Habe mir grade Teil 2 und 3 noch angesehen...
http://www.youtube.com/watch?v=Zyc1sxAkpVw
http://www.youtube.com/watch?v=IcYbtpjq-nk
http://www.youtube.com/watch?v=UtyyHrgbNKU
das ist so eines der Videos, die mich wirklich wütend machen darüber, wie er sonst von der Presse dargestellt wird. So ähnlich wie dieses Video mit der Harlem-Rede. Ganz offensichtlich konnte man doch durchaus vernünftige Interviews mit ihm führen! Man hatte es nicht mit jemandem zu tun, aus dem kein klarer Satz rauszukriegen war. Und welches Problem genau hatten sie mit seiner Nase oder überhaupt mit seinem Gesicht?

Demona hat geschrieben:Vllt. hatte er an den Tagen mit der Fistelinterviewstimme keine gute Stimmung oder so.
Oder es gehörte zu irgendeinen Spiel, was nur er vertand.

Alleine von der Singstimme hat das eh nicht gepasst. Kein Mensch, der in normalen Leben so ne Piepsstimme hat, kann solche Konzerte geben.
Mich wundert nur, dass diese Stimmlage nicht die Stimmbänder schädigte.

Mit Stimmung allein kann man diese Diskrepanz glaube ich nicht mehr erklären. Ob das die Stimmbänder schädigt? Ich habe auch schon das Gegenteil gelesen, dass es einen Trainingseffekt habe, um die oberen Stimmlagen nicht zu verlieren. Keine Ahnung, was da dran ist.
Lythanda hat geschrieben:Gerade das mit der Stimme ist auffällig, da habe ich den Eindruck, dass der einzige Ort, wo er sich wirklich als er selber gefühlt hat, auf der Bühne war und er da eben als er selber spricht.
In jeder anderen Umgebung hat er dann halt eine der Masken verwendet, je nachdem, worin er sich gerade mal wieder ausprobiert hat.

Bei den meisten Künstlern ist es grade andersherum, die werden auf der Bühne zu jemand anderem ...
Warum er sich dauernd so sehr verstellt hat, kann ich nur erahnen, ich weiß, dass sehr zerbrechliche Personen so agieren.

Das mit dem "zerbrechlich" ist auch so ein Punkt, der bei mir schwer auf dem Prüfstand steht. Den Anschein hat es. Aber wenn man mal zusammenzählt, wieviel Dreck der Mann erlebt hat, von frühester Kindheit angefangen über all die Unfälle, Krankheiten, den Dauerkrieg mit der Presse bis zu den Prozessen ...wie zerbrechlich ist jemand, der das alles aushält und am Ende immer noch steht?
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Beitragvon nevermore » 2. Sep 2009 18:50

Nix gutes von den Untersuchungen... LAPD hat nur drei Leute an dem Fall arbeiten, es ist die Rede von "tainted evidence", weil der Tatort nicht gleich abgeriegelt wurde und die Familie und womöglich noch andere dort zugange waren. Und erst am Montag, also nach zwei Monaten, hat man den Chief of Staff und den Bodyguard, der 911 rief, interviewt. Sieht gar nicht gut aus.

Quellen:
http://www.etonline.com/news/2009/09/78203/
http://www.msnbc.msn.com/id/21134540/vp ... 2#32639342

Michaels "alte Freundin" Diane Dimond ist auch wieder zugange:
Michael Jackson's final home, as of Thursday, is even stranger than his Thriller video, sitting atop 13 stories of secret catacombs housing Satanists and gypsies. Diane Dimond tours the tomb

[...]Michael Jackson will lie in repose over no fewer than 13 subterranean floors, each holding intriguing secrets. As one cemetery insider told me, It's sort of the opposite of the stairway to heaven.
But this otherwise majestic place sits atop some dark secrets, ones that, as of this Thursday, Michael Joseph Jackson will rest upon as well. I was able to glimpse an advance peek at the King of Pop's eternal throne, and the reality is stranger than his Thiller video, sitting atop more than a dozen floors of secret subterranean burial sections housing the remains of ancient devil worshippers and Gypsies, sacrificial fonts and crypts decorated with pentagrams and a secreted area with shelves housing at least a thousand abandoned urns containing the ashes of souls no one claimed. [...]

http://www.thedailybeast.com/blogs-and- ... oreverland

Wir kommen der Voodoo-Geschichte näher ...
.
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Beitragvon Demona » 4. Sep 2009 11:32

Hat einer von euch die Beerdigungsübertragung auf ntv gesehen? Ich habe es leider verschlafen. :mrgreen:
Heute morgen habe auch keine Nachrichten gesehen, da ich bis zum Weckerklingeln geschlafen habe und dann zum Friseur musste. Dafür habe ich jetzt die Haare schön. :wink:
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Beitragvon nevermore » 4. Sep 2009 20:04

Demona hat geschrieben:Hat einer von euch die Beerdigungsübertragung auf ntv gesehen? Ich habe es leider verschlafen. :mrgreen:


Nein. Kameras waren von der eigentlichen Feier sowieso ausgesperrt. Finde ich auch gut so. Irgendwo muss mal schluss sein mit dem Voyeurismus. Die Kinder, Katherine, Taylor und Presley muss es sehr mitgenommen haben, wenn man den Nachrichten glaubt. Ich hätte das nicht sehen wollen.

Ich habe die NTV-Reportagen vor 21 Uhr gesehen. Die haben sich nicht grade mit Ruhm bekleckert in Sachen Recherche und widersprachen sich zwischen den Sendungen sogar selber. Das beste war die Musik-Doku. Immerhin ein Funken Selbstkritik in der Aussage, dass die letzten 25 Jahre sein größter Feind die Presse war.
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Beitragvon nevermore » 9. Sep 2009 18:28

Poster online:
Bildter
Ein paar neue Interviews gibts auch:
Mit ein paar Beleuchtungsprofis aus der Crew über ihre Tourerfahrungen:
http://www.vari-lite.com/index.php?src= ... y=Features

und mit Jennifer Batten
http://www.zshare.net/audio/64265391b9fddc7b/
... in dem sie erklärt, die Presse hätte Jackson-Fotos bewusst mit Photoshop verunstaltet; somit war das wohl nicht nur meine Einbildung. Immer wenn ich denke, noch tiefer könnten sie nicht sinken, überraschen sie mich.

Und die Jacksons planen angeblich, Neverlands Vergnügungspark wieder aufleben zu lassen. Wieso habe ich nur Zweifel, dass dann dort immer niemand für etwas bezahlen müssen wird...
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Beitragvon Demona » 10. Sep 2009 19:45

Sieht schon mal nicht schlecht aus. Mal sehen, vllt. sehe ich mir den Film auch an.


Es gibt wieder Neuigkeiten von der Jackson-Front. Anscheinend kommt er doch nicht zur Ruhe, da sein Bruder Jermaine bei Johannes B. Kerner verlauten ließ, dass sie Michael vllt. später auf Neverland umbetten werden.

Den Artikel dazu könnt ihr hier finden.

Da fehlen einem nur die Worte. Bei so einer Familie brauchst du echt keine Feinde mehr. :vogel: :base:
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Beitragvon nevermore » 10. Sep 2009 21:41

Aus irgendwelchen Gründen hat Sony entschieden, dass der Film nur zwei Wochen in den Kinos sein soll. Weihnachtsgeschäft, Re-release im Sommer 2010, was weiß ich ...

Es könnte also eng werden mit den Karten, wenn der Vorverkauf der eigentlichen Konzertkarten irgendein Indikator war (2 Millionen Leute wollten Karten in den ersten 18 Stunden - und Michael machte sich Sorgen, ihn wolle niemand mehr sehen).
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Beitragvon Cellmorbasg » 11. Sep 2009 18:46

Die Berichterstattung rund um den Tod von Michael Jackson hat der Medienmarke "Bild" zwei Rügen des Presserats eingebracht. Zum einen beanstandete das Gremium einen Titel der gedruckten Ausgabe, auf der ein Foto zu sehen war, das Jackson auf einer Bahre liegend und an Beatmungsgeräte angeschlossen in Kombination mit der Schlagzeile "Hier verliert er den Kampf um sein Leben" zeigte. Diese Berichterstattung sei unangemessen sensationell und verletze Jacksons Menschenwürde.

Eine zweite Rüge gab es für ein eine Computergrafik bei "bild.de", die einen Toten ohne Haare zeigte und die Bildunterschrift "so in etwa könnte Jackson bei der Obduktion ausgesehen haben" trug. Die fiktive Darstellung verstoße ebenfalls gegen die Menschenwürde. Auch wenn ein großes öffentliches Interesse am Tod Jacksons bestehe, gehöre der Zustand der Leiche dennoch in dessen Privatsphäre, so der Presserat, der die Darstellung als schweren Eingriff in die posthumen Persönlichkeitsrechte wertet.

Quelle: http://www.dwdl.de/story/22552/mit_und_ohne_jackson_vier_rgen_fr_bild/


Außerdem eine weitere Episode im unerträglichen Trauerspiel:
Wenn du denkst schlimmer geht's nicht mehr,
kommt von irgendwo ein Biograph daher,
und behauptet frech und frei: Jackson's Sarg war leer. :roll:
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Beitragvon nevermore » 11. Sep 2009 18:58

Das war Halperin mit dem leeren Sarg, von dem ist nichts besseres zu erwarten.

Ehrlich gesagt fand ich die Berichterstattung der Bild vergleichsweise gar nicht so schlecht. Was da im Ausland ablief und noch abläuft ist viel schlimmer. Mich entsetzt noch nichtmal so sehr die bekannte Sensationspresse, sondern viel mehr, was sich die vermeintlich angesehene Presse leistet.

Ein älteres Beispiel, was für mich jedoch neu war, ich habe erst vor ein paar Tagen davon erfahren: Die Times Online - nichts anderes als die Online-Ausgabe der renommierten Londoner Times. Jedenfalls dachte ich, dass dieses Blatt renommiert sei. Die Times Online veröffentlichte am 28. Juni 2009 diesen Artikel mit einem angeblichen Interview mit Grace Rwaramba:
http://entertainment.timesonline.co.uk/ ... 591237.ece

Grace Rwaramba ist eine der auserkorenen Zielscheiben der Presse, denn sie arbeitete 17 Jahre für Jackson, war in den letzten Jahren das Kindermädchen der drei Kindern und vermutlich auch Jacksons Lebensgefährtin.

Zwei Tage später erschien dieses Statement von Mrs. Rwaramba zu dem betreffenden Interview:
http://www.intent.com/mallikachopra/blo ... el-jackson
Auszug:
I am shocked, hurt and deeply saddened by recent statements the press has attributed to me, in particular, the outrageous and patently false claim that I “routinely pumped his stomach after he had ingested a dangerous combination of drugs". I don’t even know how to pump a stomach!! In addition, I have never spoken to the Times Online, the original source of the story that has now been picked up worldwide. The statements attributed to me confirm the worst in human tendencies to sensationalize tragedy and smear reputations for profit.

Mit anderen Worten: Die Online-Ausgabe der Londoner Times hat ein komplettes Interview mit dieser Frau frei erfunden. Mir fehlen dazu wirklich die Worte. Sowas hätte ich der Sun zugetraut, aber nicht der Times.
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Beitragvon Demona » 14. Sep 2009 00:20

Jetzt ist es auch noch peinlich geworden. Jermaines geplantes Tribute-Konzert in Wien wurde abgesagt oder (nicht ganz so peinlich) verschoben auf nächstes Jahr Juni.
Angeblich hatten die großen Stars, die ja zugesagt hatten, wohl ihren Terminkalender nicht richtig gecheckt und waren nicht mehr verfügbar.

Ich würde eher darauf tippen, dass der gute Jermaine zu hoch mit den Preis für die Tickets gepokert hatte. Soweit ich mich erinnere, war von 500 Euro pro Ticket die Rede.
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Beitragvon nevermore » 14. Sep 2009 07:05

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Beitragvon Demona » 14. Sep 2009 09:57

Eins kann man wohl auf jeden Fall sehen. Die Bühne war sein Leben, er blühte regelrecht auf und war voll dabei.
Man konnte ihm ansehen, wieviel Spass es ihm machte.

Der Kartenvorverkauf beginnt am 27. September, oder?
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