Roman Polanski bei Einreise in die Schweiz verhaftet

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Roman Polanski bei Einreise in die Schweiz verhaftet

Beitragvon Demona » 27. Sep 2009 22:31

Der Regisseur Roman Polanski (76) wurde aufgrund eines Haftbefehls wegen des Verdachts der Vergewaltigung einer Minderjährigen aus dem Jahre 1978 heute bei seinem Eintreffen in der Schweiz verhaftet. Dort sollte Polanski beim Züricher Festival einen Preis für sein Lebenswerk in Empfang nehmen.

Der Regisseur befindet sich derzeit in Auslieferungshaft, aber wo, wollte der Sprecher des Justizministeriums, Guido Balmer nicht bekannt geben.

Die Verhaftung sorgte für großen Wirbel, da auch die USA erst seit 2005 weltweit nach dem Regisseur fandet. Polanski hatte seit dem Vorfall die USA nicht mehr betreten, auch nicht, als er für sein Werk "Der Pianist" einen Oscar bekam.
Warum der Regisseur erst jetzt fest genommen wurde, obwohl er schon öfters in der Schweiz war, beantwortete Balmer damit, dass man erst heute wusste, wann er genau einreist.

Die Verhaftung am Flughafen Zürich löste in der Schweizer Filmszene Protest und Empörung aus. Das Vorgehen der Behörden sei nicht nur eine "groteske Justizposse, sondern auch ein ungeheuerer Kulturskandal", schrieb der Verband der Regisseure. Die Verhaftung werde dem Land weltweit Schaden zufügen, kritisierte der Verband Filmregie und Drehbuch. Es sei eine "Ohrfeige ins Gesicht aller Kulturschaffenden in der Schweiz". Das Festival in Zürich verschob die geplante Ehrung Polanskis "auf einen unbestimmten Zeitpunkt", wollte den Regisseur aber wie geplant mit einer großen "Tribute to Roman Polanski"-Retrospektive würdigen.


Der Fall von Roman Polanski wurde jetzt wieder aktuell in der Presse genannt, da eine der Mörderinnen seiner hochschwangerer Frau Sharon Tate gestorben ist. Susan Atkins, eine frühere Anhängerin von Charles Manson, starb mit 61 Jahren an den Folgen ihrer Krebserkrankung. Sie war 38 Jahre in Haft.

Das damalige Opfer hat Polanski längst öffentlich verziehen, aber dessen Antrag, das Vergewaltigungsverfahren in Kalifornien nach 32 Jahren endlich für geschlossen zu erklären war im Mai diesen Jahres gescheitert. Das Gericht in Los Angeles hat das persönliche Erscheinen des Regisseurs gefordert.

Den kompletten Artikel dazu findet ihr hier.
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Beitragvon nevermore » 28. Sep 2009 18:49

Das eigentlich Ärgerliche sind die Reaktionen:
«Groteske Justizposse»

Die Verhaftung des Filmemachers Roman Polanski löst in der Schweizer Filmszene heftige Reaktionen aus. Das Vorgehen der Behörden sei nicht nur eine «groteske Justizposse, sondern auch ein ungeheuerer Kulturskandal», schreibt der Verband der Regisseure.

http://bazonline.ch/kultur/kino/Festnah ... y/22021922

Sauer reagierte auch Frankreichs Politik. Er sei "wie vom Donner gerührt", sagte Frankreichs Kulturminister Frédéric Mitterrand. Er stehe mit Staatspräsident Nicolas Sarkozy in Kontakt, sagte er. Immerhin sei Polanski Franzose, das sollten die Schweizer nicht vergessen.

http://www.ftd.de/lifestyle/:out-of-off ... 15561.html

Polanski hat gestanden, wohlgemerkt. Dennoch eilen ihm Politik und Filmverbände zu Hilfe. Andere Leute wurden freigesprochen und werden noch posthum als dreckige Kinderschänder hingestellt. Aber vielleicht kann mir das ja jemand erklären.
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Beitragvon nevermore » 28. Sep 2009 21:32

The Arrest of Roman Polanski: France and Poland Appeal to Hillary Clinton to Intervene

The French and Polish governments stepped into the case Monday, urging Switzerland to release the 76-year-old Polanski, who was arrested at the Zurich airport Saturday night by Swiss authorities acting at the request of the Los Angeles district attorney's office. Prosecutors there had learned of the Oscar-winning director's plans to attend a film festival in his honor, and passed a request through the U.S. Justice Department.

http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/co ... /09/28/DI2 009092801782.html

Unglaublich.
.
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Beitragvon Lythanda » 29. Sep 2009 20:08

Das damalige Opfer hat Polanski längst öffentlich verziehen, aber dessen Antrag, das Vergewaltigungsverfahren in Kalifornien nach 32 Jahren endlich für geschlossen zu erklären war im Mai diesen Jahres gescheitert. Das Gericht in Los Angeles hat das persönliche Erscheinen des Regisseurs gefordert.

Seit wann entscheidet die (öffentliche oder nicht-öffentliche) Vergebung des Opfers darüber, ob ein Gerichtsverfahren durchgeführt werden soll?
In manchen Straffällen ist es mir völlig egal, wie lange das her ist, ob das Opfer verzieht, oder nicht und wie prominent der Täter ist.
Der Kerl gehört hinter Gitter und zwar verschärft, weil er sich so lange der Verhaftung entzogen hat.

Immerhin sei Polanski Franzose, das sollten die Schweizer nicht vergessen.

Aso ... Franzose sein schützt also vor Strafe bei Vergewaltigung. Interessant ...

Polanski hat gestanden, wohlgemerkt. Dennoch eilen ihm Politik und Filmverbände zu Hilfe. Andere Leute wurden freigesprochen und werden noch posthum als dreckige Kinderschänder hingestellt. Aber vielleicht kann mir das ja jemand erklären.

Unfassbar.
Das unterschreibe ich so, wie du es gesagt hast.
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Beitragvon Demona » 29. Sep 2009 21:35

Letztens habe ich ein Interview mit der jetzt 46-jährigen Frau gesehen. Sinngemäß sagte sie, dass sie Polanski verziehen habe und sie die Sache als abgeschlossen ansieht. Seitdem seien viele Jahre vergangen und sie möchte nicht noch den Rest ihres Lebens damit verbringen, sich darüber zu äußern und damit, dass dieser Teil ihres Lebens ihr für immer nachläuft.

Ich habe dies in dem Beitrag aus dem Grund mit reingeschrieben, weil es in dem Bericht mit erwähnt wurde.
In Ordnung und gut finde ich das Verhalten in keinem Fall, jedoch sieht auch da die Gesetzgebung eine Verjährung vor. In den USA verjährt Mord nie, die anderen Straftaten schon. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass ein "normaler" (in dem Fall eine nicht öffentliche Person) so strafrechtlich verfolgt wird.

Nochmals, für mich ist Polanskis Verhalten nicht in Ordnung und die Art, wie die meisten Leute darüber reagieren auch nicht. Besonders, wenn man dann den Fall des Michael Jackson betrachtet.

Andererseits würde ich schon davon ausgehen, dass, wenn die US-Justiz wirklich Polanski hätte verurteilen wollen, dann hätten sie ihn schon vorher verhaften können bzw. die Auslieferung haben können. Es gibt Abkommen zwischen den Ländern und ich verstehe absolut nicht, warum er 30 Jahre lang nicht weltweit per Haftbefehl gesucht und verhaftet wurde.
Also stellt sich die Frage, warum jetzt?
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Beitragvon nevermore » 29. Sep 2009 21:45

Letztens habe ich ein Interview mit der jetzt 46-jährigen Frau gesehen. Sinngemäß sagte sie, dass sie Polanski verziehen habe und sie die Sache als abgeschlossen ansieht. Seitdem seien viele Jahre vergangen und sie möchte nicht noch den Rest ihres Lebens damit verbringen, sich darüber zu äußern und damit, dass dieser Teil ihres Lebens ihr für immer nachläuft.

Das hat in einem Zivilprozess etwas zu sagen, aber nicht in einem Strafprozess. Hier hat die Staatsanwaltschaft zu entscheiden und nicht das Opfer. Soll man ihn noch dafür belohnen, dass er 30 Jahre lang davon gelaufen ist?

Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass ein "normaler" (in dem Fall eine nicht öffentliche Person) so strafrechtlich verfolgt wird.

Du meinst, 30 Jahre lang praktisch gar nicht?

Andererseits würde ich schon davon ausgehen, dass, wenn die US-Justiz wirklich Polanski hätte verurteilen wollen, dann hätten sie ihn schon vorher verhaften können bzw. die Auslieferung haben können. Es gibt Abkommen zwischen den Ländern und ich verstehe absolut nicht, warum er 30 Jahre lang nicht weltweit per Haftbefehl gesucht und verhaftet wurde.
Also stellt sich die Frage, warum jetzt?

Tja, da haben sich wohl außer der Schweiz viele nicht allzuviel Mühe gegeben nicht wahr? In der Schweiz war er nur ein paarmal und zu den Zeiten haben sie ihn nicht erwischt.
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Beitragvon Demona » 29. Sep 2009 23:13

Das hat in einem Zivilprozess etwas zu sagen, aber nicht in einem Strafprozess. Hier hat die Staatsanwaltschaft zu entscheiden und nicht das Opfer. Soll man ihn noch dafür belohnen, dass er 30 Jahre lang davon gelaufen ist?


Das habe ich nicht gesagt.
Aber ehrlich gesagt, kann ich die Frau auch verstehen. 30 Jahre sind eine lange Zeit und ich kann durchaus nachvollziehen, dass sie so langsam von der Sache Abstand nehmen möchte und muss.

Du meinst, 30 Jahre lang praktisch gar nicht?


Genau das. Dafür habe ich erst Recht kein Verständnis. Oder glaubt ihr, dass Otto-Normalo damit durchgekommen wäre?

Tja, da haben sich wohl außer der Schweiz viele nicht allzuviel Mühe gegeben nicht wahr? In der Schweiz war er nur ein paarmal und zu den Zeiten haben sie ihn nicht erwischt.


Nicht nur die Schweiz. Er hat doch wohl auch viele Jahre in seiner Heimat Frankreich gelebt, oder? ich glaube nicht, dass Frankreich nicht auch an die USA ausliefern würde.
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Beitragvon Lythanda » 29. Sep 2009 23:31

Demona hat geschrieben:Aber ehrlich gesagt, kann ich die Frau auch verstehen. 30 Jahre sind eine lange Zeit und ich kann durchaus nachvollziehen, dass sie so langsam von der Sache Abstand nehmen möchte und muss.

Das klingt jetzt ein wenig so, als hätte sie sich 30 Jahre lang täglich darüber äußern müssen. Was aber offensichtlich nicht der Fall war.
Also denke ich, der gewünschte Abstand kann durch eine Verurteilung des Täters erreicht werden.

Ich verstehe nicht so ganz, was du meinst. Wenn du sagst "so langsam davon Abstand nehmen möchte", und das dadurch tut, indem sie nicht über den Fall reden möchte, dann tut sie doch das Gleiche, was sie die letzten 30 Jahre getan hat.
Wie kann das gleiche Verhalten nun plötzlich zu mehr Abstand führen? *grübel*

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Beitragvon nevermore » 29. Sep 2009 23:39

Demona hat geschrieben:Nicht nur die Schweiz. Er hat doch wohl auch viele Jahre in seiner Heimat Frankreich gelebt, oder? ich glaube nicht, dass Frankreich nicht auch an die USA ausliefern würde.

Um jemanden festzunehmen, muss man erstmal aktiv nach ihm suchen. Die Schweizer haben es zumindest versucht. Die Reaktion aus Frankreich zeigt ja, wie die Stimmung dort ist und vermutlich auch vorher war.

Lythanda hat geschrieben:Haben die Leute alle kein Rechtsempfinden, oder was?!?

Meine Frage war durchaus ernst gemeint. Wieso dieses offensichtliche Messen mit zweierlei Maßstäben?

Zum Thema "Abstand nehmen": Ich kann es auch verstehen, dass sie davon nichts mehr hören will. Das ist aber, sorry, in diesem Fall nicht ihre Entscheidung. Denn der Prozess lautet "The People vs. Roman Polanski" - nicht Mrs Sowieso, sondern das Volk ist hier der Kläger. Deshalb wird sie als Zeugin behandelt werden wie jeder andere auch, und auch andere werden nicht groß gefragt, ob sie in einem Strafprozess aussagen wollen oder nicht.
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Beitragvon nevermore » 30. Sep 2009 19:39

Filmmakers demand Polanski's release

ZURICH, Switzerland (CNN) -- Woody Allen, Pedro Almodovar and Martin Scorsese have "demanded the immediate release" of fellow filmmaker Roman Polanski, who was arrested in Switzerland on a U.S. arrest warrant related to a 1977 child sex charge.

They were among 138 people in the film industry who signed a petition against the arrest.

Polanski was on the way to the Zurich Film Festival when Swiss police detained him in response to the American warrant.
[...]
"The arrest of Roman Polanski in a neutral country, where he assumed he could travel without hindrance ... opens the way for actions of which no one can know the effects," said the signatories, who also included actresses Monica Bellucci and Tilda Swinton and directors David Lynch, Jonathan Demme, John Landis, Alejandro Gonzalez Inarritu and Wim Wenders.

In the United States, powerhouse movie producer Harvey Weinstein is trying to recruit more supporters for Polanksi.

"We are calling every filmmaker we can to help fix this terrible situation," his company told CNN in a statement.


http://edition.cnn.com/2009/SHOWBIZ/Mov ... index.html

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Beitragvon Cellmorbasg » 30. Sep 2009 20:39

Für mich ist das ein ganz normaler Vorfall.
Recht und Gerechtigkeit sind nunmal nicht das Gleiche. Recht ist (so gut es eben möglich ist - es wird angestrebt) objektiv, Gerechtigkeit ist subjektiv.
Das hier ist ein solcher Fall, wo für die Einen zwischen diesen beiden Dingen eine erhebliche Lücke klafft. Und diejenigen kommen - wenig überraschend - aus derselben Branche wie der Angeklagte. Die Medien - auch nicht weit entfernt - erfreuen sich daran, mit der Keule für den Sündiger einzutreten und proklamieren: Gnade vor Recht.

Ich denke davor ist niemand sicher. Wie standet ihr zum Fall der Kassiererin die für 1,30 Euro fristlos entlassen wurde und dies vom Gericht bestätigt wurde?
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Beitragvon nevermore » 30. Sep 2009 20:49

Was mich vor allem nervt ist die Intervention auf Regierungsebene. Und das Gerede, man solle nicht vergessen, Polanski sei Franzose. Also wirklich.

Ich denke davor ist niemand sicher. Wie standet ihr zum Fall der Kassiererin die für 1,30 Euro fristlos entlassen wurde und dies vom Gericht bestätigt wurde?

Ich kenne jetzt den Fall nicht, aber im Allgemeinen kann man davon ausgehen, dass in solchen Arbeitsverhältnissen auch vorher schon der Wurm drin war. Es gab ja auch schon Kündigungen wegen eines Kugelschreibers. Kein Arbeitgeber kündigt nur wegen einer solchen Bagatelle. Diesen Arbeitnehmer wollte man loswerden, aus ganz anderen Gründen (die legitim sein können oder auch nicht) und dann wurde ein Anlass gesucht.
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Beitragvon frared » 30. Sep 2009 21:58

der fall ist schon etwas interessanter als dieses vergewaltigungsgerede, aber ich hol mir damit wahrscheinlich auch hier ne blutige nase...

es gibt einen interessanten dokumentarfilm, der dem fall etwas mehr nuance verleiht, wanted and desired. polanski gestand, weil daran ein 'deal' gebunden war, der nciht eingehalten wurde. polanski muss irgendwann einfach gedacht haben, dass der fall künstlich in die länge gezogen wird und er muss wohl nicht mehr an die objektivität der justiz geglaubt haben.

das sind keine entschuldigungen, es sind nur beobachtungen, aber ich denke einfach, dass mit seiner festnahme irgendwie so richtig niemandem geholfen ist. irgendwelche leute klopfen sich jetzt sicher auf die brust, dass dieser gefährliche kriminelle endlich seine internationale karriere als vergewaltiger auf eis legen kann, aber was bedeutet das denn jetzt noch? polanski ist 76 (?), was soll denn der quatsch.
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Beitragvon nevermore » 30. Sep 2009 23:16

Polanski gestand in einem sog. "Plea Bargain", Sex mit einer 13-jährigen gehabt zu haben. Die ursprünglichen Anschuldigungen waren weitaus schwerwiegender. Es war von Vergewaltigung im eigentlichen Sinn (also nicht von sog. Statutory Rape, was Sex mit Minderjährigen bedeutet), von Drogen, die er dem Mädchen verabreicht haben sollte und ähnlichem die Rede. Diese Anklagen wurden nach dem Plea Bargain fallen gelassen,in dem er sich in Sachen Sex mit einer Minderjährigen für schuldig erklärt hatte.
polanski muss irgendwann einfach gedacht haben, dass der fall künstlich in die länge gezogen wird und er muss wohl nicht mehr an die objektivität der justiz geglaubt haben.

Irgendetwas Derartiges habe ich auch gelesen, dass er die Objektivität der Justiz anzweifelte bzw. es auch Anhaltspunkte dafür gab. Etwas Ähnliches spielte auch in der Jackson-Geschichte 1993 eine Rolle, die mit einer außergerichtlichen Einigung beigelegt wurde. Dennoch kann man das nicht einfach dadurch lösen, dass man sich dem Gericht durch Flucht entzieht. Hätte die Familie des Mädchens damals nicht auf einer Klage bestanden, hätte man das auch außergerichtlich lösen können.
aber was bedeutet das denn jetzt noch? polanski ist 76 (?), was soll denn der quatsch.

Wenn man nach der Argumentation verfährt, schafft man doch einen Anreiz für jeden, der die Möglichkeit hat, sich ins Ausland abzusetzen in der Hoffnung, dass das in ein paar Jahrzehnten keine Rolle mehr spielt. So kann man meiner Meinung nach nicht vorgehen, auch wenn ich dir Recht gebe, dass mit einem Prozess niemandem direkt "geholfen" ist. Die Frage ist, was richtet es für einen Schaden an, wenn man die Sache einfach fallen lässt. Erstmal heißt wieder, jeder, der berühmt ist, kommt sowieso irgendwie aus allem raus, was dann negativ auf die zurückfällt, die zurecht freigesprochen sind. Zweitens macht es die Strafverfolgung unglaubwürdig und führt womöglich dazu, dass noch mehr sich ins Ausland absetzen in der Hoffnung, sich dem Gericht entziehen zu können. Natürlich war es sch..., dass sie 30 Jahre lang geschlafen haben mit der Verhaftung. Aber das wird imo nicht besser dadurch, dass man sich jetzt auf den Standpunkt stellt, dumm gelaufen, jetzt ist eh alles zu spät.
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Beitragvon Demona » 30. Sep 2009 23:32

Mist, jezt habe ich aus Versehen meinen ganzen Text gelöscht...

Mir stellt sich da vor allem eine Frage: Warum jetzt? Die Behauptung, dass sie erst jetzt genaue Daten haben, wo Herr Polanski sich aufhält, halte ich für absoluten Blödsinn.
Der Mann dreht immer noch Filme und Filme dreht man nicht innerhalb weniger Stunden. Das dauert Tage, nein sogar Wochen oder Monate.
Es wäre ein leichtes gewesen, den Mann schon Jahre vorher festnehmen und ausliefern zu lassen. Also, warum gerade jetzt?
Hat es damit zu tun, dass seine Eingabe vor Gericht im Mai diesen Jahres abgelehnt wurde? Warum wurde er erst seit 2005 per internationalen Haftbefehl gesucht.
Es war doch schon vorher bekannt, dass er nicht Amerikaner ist und halber Franzose, oder?

Irgend etwas ist an der ganzen Angelegenheit nicht ganz koscher.
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Beitragvon frared » 1. Okt 2009 00:47

ich hab auch ein komisches gefühl bei der sache.

ich versteh schon, dass man sich dem gestz usw nicht entziehen soll. (ich hab eben schon sachen über naziverbrechen gehört, langsam wirds etwas bizarr).

ich denke halt auch, dass er eben keine kriminelle karriere hatte. wenn das ein ding wäre, dass er mädchen vergewaltigt, würd ich da auch eher zustimmen. im moment finde ich es leider nur bürokratisch und unnütz.
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Beitragvon Demona » 2. Okt 2009 10:35

Das Verhalten der US-Presse in dem Fall Polanski wird auch immer bizarrer. Erst standen sie für ihn ein und es wurden sogar Unterschriften für Peditionen gesammelt.
Nun rudern sie alle wieder zurück und nehmen nun völlig andere Äußerungen vor.

Nun kam noch heraus, dass ein Anwalt in einer Dokumentation über den Regisseur gelogen hat, da er dachte, der Film würde nicht in den USA gezeigt werden.

Nun ist man am spekulieren, wie es im Fall Polanski weitergeht. Eine Möglichkeit wäre, dass Polanski seine Aussage zurück ziehen und auf ein neues Verfahren hoffen. Da würde wieder die Aussage des Opfer benötigt und er könnte darauf hoffen, dass diese nicht aussagt. Diese hatte mehrfach geäußert, dass sie nicht mehr durch die Presse gezerrt werden möchte und ist auch vom Regisseur finanziell abgefunden worden.
Allerdings kann Polanski auch bei einem neuen Verfahren wegen Vergewaltigung und Sodomie, und nicht nur wegen des Missbrauch einer Minderjährigen angeklagt werden. Dies hätte eine höhere Strafe zur Folge.
Seine Verteidigung hat jetzt u.a. Reid Weingarten, der mit dem US-Generalstaatsanwalt Eric Holder befreundet ist, übernommen.

Den ganzen Artikel dazu findet ihr hier.
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Beitragvon Dammers » 8. Okt 2009 11:34

Auch wenn ich mit meiner Meinung vielleicht allein stehe, ich finde die ganze Sache mehr als Merkwürdig. Gerne vergessen wird immer das er ja schon verurteilt wurde, das Strafmaß wurde meines wissen mit dem Richter verhandelt. Und dieser eine Typ hat dann wohl eben verbreitet, das der Richter ihn trotz deals lebenslang in den Bau stecken will. Und da ist der gute Mann dann eben Stiften gegangen, kann ich schon nachvollziehen.
Und nun hat es die US Justiz über 30 Jahre lang nicht geschafft den Mann Dingfest zu machen oder ausliefern zu lassen, wo an JEDEM Flughafen Passkontrollen gemacht werden? Es wäre ein leichtes gewesen ihn festzusetzen, wen wollen die eigentlich verarschen?
Das ist es was mir an der ganzen Sache übel aufstößt. Vor allem hat er selber schon in den 90er Jahren mit Unterstützung seines Opfers versucht die Angelegenheit zu bereinigen, aber das hat man schlichtweg abgelehnt. Also, was soll der Mist?
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Beitragvon Demona » 8. Okt 2009 11:59

@ Dammers

Genau das meinte ich. Ich kann das jetzt absolut nicht nachvollziehen. Warum gerade jetzt? Nicht nur, dass wie du erwähntest, jedes Land die Einreise kontrolliert und es gibt Interpol. Es gibt auch Drehpläne und wenn man ihn wirklich hinter Gitter sehen wollte, dann hätte man ihn sicher in 30 Jahren erwischen können.

Die andere Sache ist, sie wussten das er nicht mehr armerikanischen Boden betreten würde und dann suchen sie ihn erst seit 2005 international? Da ist doch irgendwo etwas nicht in Ordnung.

@ frared

Dieser Dokumentarfilm, den du erwähntest, von wann war der noch einmal? Wenn es so um 2002/2003 gewesen ist, dann kann man das ja nachvollziehen. Der Staatsanwalt hat sich da ja selber in die Nesseln gesetzt und wenn er es wieder ausbügeln will, dann kann ich den mehr als verspäteten internationalen Haftbefehl einigermaße nachvollziehen. Auch wenn ich dann nicht verstehe, dass man zur Umsetzung fast 5 Jahre brauchte.
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Beitragvon frared » 8. Okt 2009 22:17

die doku ist 2008 rausgekommen: http://www.imdb.com/title/tt1157705/

ich habe es so gehört, dass er nach erscheinen der doku ein bisschen atem schöpfte und die angelegenheit wieder stärker verfolgt hat. aber das wären dann nciht die neunziger.

ich finde es sehr 'fishy' was da los ist. ich überleg auch wie wichtig es sit, dass es um eine vergewaltigung und nicht um, sagen wir, steuerhinterziehung geht. vergewaltigung verjährt auch nciht (weiss nciht wie das in deutschland ist) also haben sie durchaus das recht, das zu verfolgen, aber sie kommen reichlich reichlich spät. das filmgeschäft beruht schon auf eine hand wäscht die andere, aber das erklärt mE nciht, wieso soviele leute anstanden, um an seinen filmen mitzuarbeiten, aber vielleicht sieht das aus der ferne auch nur so aus. wenn die schweizer so besorgt waren, haben sie ihn trotzdem jahrelang geduldet, - ich würde die ganzen regierungen verklagen, weil sie sich solange mitschuldig gemacht haben. ich glaube er ist auch irgendwann für eine premiere nach deutschland gereist und das war allen egal.

ich finds irgendwie ein desaster. wem hilft denn dieser prozess jetzt? im prinzip wiederholt sich doch nur der ganze presserummel wie vor dreissig jahren. blöd.
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Beitragvon Alsionna » 10. Okt 2009 14:23

Durch die unterschiedlichen Verjährungsfristen wird das Ganze ja kompliziert. In Frankreich, dessen Staatsbürgerschaft Polanski hat, ebenso in Deutschland und in der Schweiz wäre die Vergewaltigung verjährt.
Aber für das Auslieferungsabkommen ist ausschließlich das Recht des Landes maßgeblich, das den internationalen Haftbefehl ausgestellt hat, USA keine Verjährung. Dazu kommt noch, daß sexueller Mißbrauch in Europa nicht automatisch immer Vergewaltigung ist und damit anders bestraft wird.
Daraus folgt eher allgemein gesehen, als speziell für diesen Fall die Problematik, daß der Mann in drohende lebenslange Haft ausgeliefert werden soll, für ein Verbrechen, das im ausliefernden Land weder mit lebenslänglich bestraft wird, noch überhaupt noch verfolgt würde. Das ist völkerrechtlich zumindest bedenklich.
Übrigens hatte Polanski, wie neulich ein deutscher Kollege im Interview bestätigte, immer ein wenig Angst, von Deutschland ausgeliefert zu werden. In der Schweiz hatte er diese Bedenken nicht, er war ja auch vorher häufig dort, hat dort ein Haus und niemand hat mit der Vollstreckung des Haftbefehls gerechnet. Von Rechtssicherheit kann keine Rede mehr sein, wenn eine Staatsanwaltschaft nach Jahren plötzlich ohne nachvollziehbaren Anlass zuschlägt. Verallgemeinert das mal. Wie sieht es z.b. bei den unterschiedlichen Vorgaben für Strafmündigkeit aus oder bei Vergehen, die im Gastland garnicht strafbar sind?
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Beitragvon Lythanda » 10. Okt 2009 14:47

Alsionna hat geschrieben:Von Rechtssicherheit kann keine Rede mehr sein, wenn eine Staatsanwaltschaft nach Jahren plötzlich ohne nachvollziehbaren Anlass zuschlägt. Verallgemeinert das mal. Wie sieht es z.b. bei den unterschiedlichen Vorgaben für Strafmündigkeit aus oder bei Vergehen, die im Gastland garnicht strafbar sind?

Hm ... ich mag ja etwas simpel gestrickt sein, aber für mich gilt eigentlich, dass man in keinem Land, in das man reist, ein Verbrechen begeht, das dort irgendwie unter Strafe gestellt ist. Oder man reist da nicht hin, wenn einem die Gesetze nicht zusagen.
Dass man niemanden vergewaltigt oder eine Minderjährige sexuell belästigt, sollte eigentlich jedem gesunden Menschen klar sein.

Dass das Recht des jeweiligen Landes gilt, in dem das Verbrechen begangen wurde, finde ich eigentlich in Ordnung, sonst könnte man doch einfach in jedem Land jedes Verbrechen begehen, solange man nur ein Land kennt, in dem das nicht strafbar ist oder eine sehr kurze Verjahrungsfrist hat, um sich dort zu verstecken.
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Beitragvon frared » 10. Okt 2009 19:01

naja, egal wo was strafbar ist, es beweist jedenfalls, dass wir lange nicht alle alles gleich sehen. ich habe mit amerikanern gesprochen, die von der analen vergewaltigung besonders angewidert waren. ich kann nachvollziehen, dass es nciht toll ist, aber ich finde nciht, dass anale vergewaltigung schlimmer als andere vergewaltigung ist, wenn das irgendwie sinn ergibt.

ich denke, dass roman polanski die flucht schwerer angelastet wird und die minderjährigkeit. jetzt isses ein nettes juristisches chaos, dass sich die anwälte sicher zunutze machen werden. ein englischer hacker hat neulich mit extradition pech gehabt und wird jetzt in den vereinigten staaten vor gericht gestellt. ich finde es schlimm, dass politik schwerer wiegt als jemandes bürgerrechte.
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Beitragvon nevermore » 11. Okt 2009 18:58

Von Rechtssicherheit kann keine Rede mehr sein, wenn eine Staatsanwaltschaft nach Jahren plötzlich ohne nachvollziehbaren Anlass zuschlägt.

Nach Jahren ohne nachvollziehbaren Anlass? Er wurde seit 2005 mit internationalem Haftbefehl gesucht, das wird ihm ja wohl bekannt gewesen sein. Die Frage ist eher, warum suchte man ihn nicht schon vorher?
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Beitragvon frared » 11. Okt 2009 19:02

der guardian glaubt die schweizer haben jetzt andere prioritäten als neutralität. sie sind eher an besseren beziehungen zu den USA interessiert. ist ja ok jemanden dafür zu opfern.
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Beitragvon nevermore » 11. Okt 2009 20:27

Das erklärt aber nicht, wieso erst 2005 ein internationaler Haftbefehl ausgestellt worden ist und nicht früher.
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Beitragvon frared » 12. Okt 2009 00:13

ich glaube er hat den fehler begangen sich wieder ins gespräch zu bringen.
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Beitragvon Demona » 12. Okt 2009 11:32

@ frared


Nicht er hat sich wieder ins Gespräch gebracht. Gereist, gedreht, Interviews gegeben und Preise angenommen hat er ja schon Jahrzehnte vorher.
In den Fokus kam er kurioseweise erst wieder, als öffentlich bekannt wurde, dass eine der Mörderinnen seiner ersten Frau im Knast an Krebs gestorben ist.
So etwas ist doch immer gleich ein Grund, alles aus dem Leben eines Künstlers auszugraben.


Was ich jedoch noch krasser finde ist, dass Manson im Knast mit seinen Theorien und den Mord an Polanskis erster Frau richtig Schotter macht. Letzens kam mal in den Nachrichten, dass er pro Jahr Hunderttausende Dollar verdient.
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Beitragvon frared » 12. Okt 2009 11:34

Die doku, der tenor der doku, hat ihn angeblich bewogen seinen fall nochmal zu gehör zu bringen. ohne erfolg.
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Beitragvon Demona » 20. Okt 2009 16:43

Roman Polanski muss weiterhin in Gefängnis bleiben. Seine, von den Anwälten, eingereichte Haftbeschwerde wurde vom Bundesstrafgericht in Bellinzona abgewiesen.

Gegen die Entscheidung des Strafgerichts kann Polanski jetzt vor dem Bundesgericht der Schweiz, der höchsten Instanz, Beschwerde einlegen. Nach Medienberichten will er das tun.

Auch die Bereitstellung einer Kaution, wie sie Polanski angeboten hatte, lehnte das Bundesstrafgericht zunächst ab. Es schloss aber nicht aus, dass bei einer Nachbesserung des Angebotes und der Bereitschaft zum Tragen einer elektronischen Fußfessel, die eine ständige Überwachung des Regisseurs zuließe, später doch noch diese Möglichkeit der Haftverschonung bestehen könnte. Polanski hatte angeboten, einen Hausarrest in seiner Wohnung im Prominentenort Gstaad zu akzeptieren und bis zur Entscheidung über seinen Einspruch gegen die Auslieferung auch einzuhalten.



Quelle: ksta
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