Donna Tartt: Der Distelfink

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Donna Tartt: Der Distelfink

Beitragvon Bernhard Nowak » 5. Apr 2014 12:47

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Zur Zeit lese ich das Buch: "Der Distelfink" von Donna Tartt, ein Buch in der Tradition von Salingers "Der Fänger im Roggen". Es ist eines der eindrucksvollsten Titel, die ich in den letzten Jahren gelesen habe. Es geht um das Schicksal des 13-jährigen Theo Decker, der seine Mutter bei einem Bombenanschlag im Museum verliert und ein Gemälde von Fabritius: "Der Distelfink" im Durcheinander des Attentats unter Schock an sich nimmt und behält. In einer Art Rückblende oder Beichte schildert er - im Stile Salingers - sein weiteres Leben. Ein beeindruckender Adoleszenzroman, der mit über 1000 Seiten allerdings etwas (zu) lang geraten ist. Aber es ist dennoch ein "Page-Turner": das Buch hat mich so gefesselt, dass ich nicht mehr aufhören konnte zu lesen, auch wenn Anleihen an Mark Twain (wie es der "Spiegel" zu recht feststellte, insbesondere an "Huckleberry Finns Abenteuer") ebenso wenig zu übersehen sind wie Einflüsse durch Bet Easton Ellis ("Unter Null"). Die Charakterzeichnung des jugendlichen Protagonisten ist eindrucksvoll, seine Gefühlswelt - ob mit 13 oder 26 - authentisch geschrieben. Leider verblassen die Nebenfiguren dabei etwas. Dennoch ein wirklich lesenswertes Buch, welches ich nicht aus der Hand legen konnte.
Anbei Besprechungen aus der FAZ: http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/b ... 36657.html
Literaturkritik: http://www.literaturkritik.de/public/re ... z_id=18849
Welt: http://www.welt.de/kultur/literarischew ... ckens.html
Etwas disanzierter die Besprechung hier: http://www.deutschlandradiokultur.de/ro ... _id=280997
"Walder Frey is many things - but a brave man - no!"
Tyrion Lannister in "Game of Thrones", Staffel 3, Folge 10
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