Die Bücher zu Episode I bis III

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Die Bücher zu Episode I bis III

Beitragvon Cellmorbasg » 12. Feb 2011 16:57

Ich hatte schon länger mal vor das Buch zum dritten Film zu lesen. Dann habe ich im Dezember ein Buch für zehn Euro entdeckt, dass die ersten drei Episoden erhält und gleich zugegriffen (hier auf Thalia erhältlich und ich seh grad, dass es ab Juni auch Ep. IV bis VI für zehn Euro gibt). Die letzten zwei Wochen habe ich die 1100 Seiten dann als Ausgleich zur Prüfungsvorbereitung gelesen.

Literarisch haben es die Bücher durch ihre Filmherkunft natürlich schwer, aber Teil drei gibt sogar da ein gutes Bild ab. Kann aber sein, dass ich da nur von der Geschichte zu gefangen war. Gegenüber den Filmen lohnt es sich aus zwei Gründen die Bücher zu lesen (vor allem Teil drei - die ersten beiden bleiben auch mit gedruckter Schrift langweilig):
Erstens: Es gibt das ein oder andere Gespräch, dass es nicht in den Filmen gibt und auch sonst gibt es ein bisschen mehr Informationen - nur die Macht, die bleibt auch bei 1100 Buchseiten unbegreiflich.
Zweitens: Der Perspektivwechsel. Selbst bekanntes erscheint nochmal im anderen Licht, wenn man es durch die Brille eines Erzählers liest, anstatt nur mit eigenen Augen zu sehen.

Ich fange auch mal mit einem Beispiel für den zweiten Punkt an:

Padmé Amidala
Untrennbar mit dem Thema verbunden, ist natürlich Natalie Portman. Sie hat mich in den Filmen gepackt und ich fand ihre Verkörperung immer sehr gut. Die wenigen Momente des Lächelns brachten ein Strahlen hervor und die andere Seite war die große Belastung der Beziehung mit Anakin die sich in den Zügen widerspiegelte (und brachte vor allem mit letzterem eigentlich schon alles mit, was ihr jetzt womöglich den Oscar einbringt). Die Kampfszenen, hat sie auch absolviert, aber das war nicht das, was mir im Gedächtnis blieb.
Im Buch wird noch eine andere Seite betont: Die große Kraft von Padme Amidala. Mit großer Selbstaufopferung widmete sie ihr Leben der Politik und ein Teil von ihr ging darin auf.
Dann kam Anakin. Sie ließ sich in dieser Liebe so tief fallen, dass sie ihm nichts mehr entgegenzusetzen hatte, als er sich der dunklen Seite zuwandte. Dieser Bruch wurde zumindest für mich nie so deutlich. Ihre etwas, ich nenn es mal, wehleidige Art, hatte sie irgendwie schon von Anfang an im ersten Film.
Das sie eine starke und unbequeme Frau sein kann, kam in den Filmen für mich nie rüber, wird aber in den Büchern sehr deutlich.

Die Prophezeiung
Kommt in den Büchern deutlich öfter vor als in den Filmen. Das komische ist, dass die Jedi auf der einen Seite sicher sind, dass sie gar nicht genau wissen was die Prophezeiung bedeutet (lange vor Yodas Ausspruch: eine Prophezeiung die falsch verstanden worden sein kann) und auf der anderen Seite genauso unerschütterlich daran glauben, dass sie für ihren Sieg spricht und Anakin auch für den Auserwählten halten. Ein Widerspruch der für mich nie so ganz aufgelöst werden kann.

Das HoloNetz
Anakin und Obi-Wan. Kenobi und Skywalker. Seit dem Beginn des Klonkrieges vor drei Jahren sind die Worte Kenobi und Skywalker zu einem Begriff verschmolzen. Sie sind überall. Die HoloNetz-Berichtertattung über ihre Einsätze gegen die Seperatisten hat sie zu den berühmtesten Jedi in der Galaxis gemacht.

Eigentlich fast seltsam, dass es mir vorher nie in den Sinn kam, dass es bei einer galaktischen Republik auch galaktische Medien braucht. Es ist natürlich ein bisschen mehr als eine kleine Anekdote. Denn wer kontrolliert das HoloNetz? Na, ich muss es wohl nicht aussprechen.

Die Jedi
Der Grund warum ich die Bücher unbedingt lesen wollte. Sie sind mir ja im Lauf der drei Filme nicht unbedingt symphatisch geworden. Im Buch finden sich leider keine gegenteiligen Anzeichen. Mit spätesten sechs Monaten werden die Jedi von ihren Eltern abgeholt und dann ausgebildet. Kein Wunder, dass sie so keine Bindungen und keine Liebe aufbauen. Und doch, die Jedi werden ihre Familie und sie bauen intensive Beziehungen zu ihren Meistern auf. Auch so ein Widerspruch, der für mich bisher ungeklärt geblieben ist. Aber dann passiert es: Yoda verliert sienen Kampf gegen Palpatine - und im Gegensatz zum Film ist es eine sehr deutliche Niederlage (beim Film war ich immer versucht von einem Unentschieden zu reden). Yoda hat versagt.
Unter der Kuppel saß Yoda. Er sah nicht zu den Sternen auf.
Er saß lange dort.
Selbst nach neunhundert Jahren war die Straße zur Selbsterkenntnis
so holprig, dass er Verletzungen erlitten hatte und blutete.
Er sprach sanft, aber nicht zu sich selbst.
Niemand weilte bei ihm, aber er war nicht allein.
"Mein Fehler dies ist. Ich die Jedi enttäuscht habe."
Er sprach zur Macht.
Und die Macht antwortete ihm. Gebt Euch nicht die Schuld,
alter Freund.

Wenn die Macht während der vergangenen dreizehn Jahre zu
ihm gesprochen hatte, so oft mit der Stimme von Qui-Gon Jinn.
Und das geschah auch jetzt.
"Zu alt ich war", sagte Yoda. "Zu unbeweglich. Zu arrogant, um
zu sehen, dass der alte Weg nicht der einzige ist. Die Jedi, die ich
habe ausgebildet, sie werden sollten wie Jedi, die mich ausgebildet,
vor Jahrhunderten. Aber jene alten Jedi, in einer anderen Zeit
sie lebten. Geändert hat sich die Galaxis. Der Jedi-Orden sich nicht
geändert hat. Ich nicht zugelassen habe, dass er sich geändert."
Leichter gesagt als getan, mein Freund.
"Ein unendliches Rätsel die Macht ist." Yoda hob den Kopf
und blickte zum Sternenrad auf. "Es noch viel zu lernen gibt."
Und ihr werdet Zeit haben, es zu lernen.
"Unendliches Wissen..." Yoda schüttelte den Kopf. "Unendlich
viel Zeit das erfordert."
Mit meiner Hilfe könnt ihr lernen, mit der Macht eins zu werden
und doch bei Bewusstsein zu bleiben. Ihr könnt der Macht für
immer Euer Licht hinzufügen. Irgendwann einmal vielleicht sogar
Euer physisches Selbst.

Yoda rührte sich nicht. "Ewiges Leben..."
Das letzte Ziel der Sith, doch sie können es nie erreichen. Ewiges
Leben ist nur durch das Loslassen des Selbst erreichbar, nicht
durch seine Erhöhung. Durch Anteilnahme, nicht durch Habgier.
Liebe ist die Antwort auf die Dunkelheit.

"Eins werden mit der Macht, und doch Einfluss haben...",
überlegte Yoda. "Damit sich enorm viel erreichen lässt."
So etwas kann nicht gegeben werden, man muss es lernen. Ihr
könnt es lernen, wenn ihr wollt.

Yoda nickte langsam. "Ein sehr großer Jedi-Meister Ihr geworden
seid, Qui-Gon Jinn. Ein sehr großer Jedi-Meister Ihr immer
gewesen seid. Ich zu blind gewesen bin, es zu erkennen."
Er stand auf, faltete die Hände und neigte den Kopf zu einer
Jedi-Verbeugung des Respekts.
Die Verbeugung eines Schülers vor seinem Meister.
"Euer Schüler ich geworden bin."
Yoda hatte bereits mit der ersten Lektion begonnen, als sich
hinter ihm das Schott öffnete.


Als es dann darum ging, die beiden Zwillinge aufzuteilen, schlug Obi-Wan zunächst vor, dass er und Yoda je ein Kind zu sich nehmen und ausbilden. Yoda hat abgelehnt, weil er meinte, dass die Kinder die Selbstdisziplin eines Jedi auch woanders lernen könnten und die lebende Macht (ein Ausdruck den Qui-Gon Jinn gegenüber Obi-Wan immer verwendet hat) die Kinder sie eines Tages zu ihnen führen würde.

Das hat mich versöhnt (womit ich überhaupt nicht mehr gerechnet hatte).
Es macht das Versagen an Anakin nicht ungeschehen. Aber, dass es einer erkannt hat, ist ein großer Fortschritt. Die Brücke zu den Episoden IV bis VI scheint mir so auch viel ausgeprägter zu sein.
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Beitragvon Cellmorbasg » 29. Jun 2011 20:53

Das Buch mit den Episoden IV bis VI ist inzwischen draußen (ebenfalls für zehn Euro) und ich habe es heute bekommen. Ich wusste gar nicht, dass Lucas den ersten Roman (also Ep. IV) selbst geschrieben hat. Da bin ich sehr gespannt drauf. Es sind zwar erheblich weniger Seiten, durch die Papierstärke ist das Buch aber ebenso dick wie das erste - nur die gleiche Höhe haben sie um einen halben Zentimeter nicht hinbekommen. Wie sieht das jetzt im Regal aus :roll:
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