MillenniuM

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MillenniuM

Beitragvon nevermore » 10. Apr 2018 19:46

Ich habe jetzt mal angefangen, die "Schwesterserie" MillenniuM anzusehen, hat die jemand von Euch gesehen? Demona vielleicht?

MillenniuM lief zwischen 1996 und 1999 und findet im selben "Universum" statt wie Akte X. Es gibt auch eine direkte Crossover-Episode in Akte X, und zumindest einer der Akte X-Charaktere, der Schriftsteller aus "Jose Chung from Outer Space", hat auch eine entsprechende Folge in MillenniuM. Die Serie hat es auf drei Staffeln gebracht. Es ist eine Mystery-Crime-Serie um eine Gruppe von privaten Ermittlern, die sog. MillenniuM-Gruppe. Die Hauptfigur ist ein Profiler namens Frank Black, der die Gabe hat, Taten durch die Augen der Mörder zu sehen. Ich habe bei der Erstausstrahlung nur einige wenige Folgen gesehen, und vor ein paar Wochen die Serie recht günstig auf Ebay erwerben können.

Ich bin jetzt am Ende der ersten Staffel angekommen. Also das Ganze ist schon mehrere Schattierungen düsterer als Akte X, das ist wirklich Endzeitstimmung.

Toll ist natürlich Lance Henriksen als Frank Black. Grandioses Casting, toller Schauspieler. Leider sieht's mit den anderen Charakteren nicht so toll aus. Vor allem Blacks Frau Catherine ist eher nervig mit ihrer fortdauernden besorgten Dackelmiene, und auch sein Partner Peter Watts bleibt ziemlich blass. Dieses ganze Familiengedöns ist sowieso nicht so meines.

Die erste Staffel hat eine ganze Reihe mittelmäßiger bis schwacher Folgen. Bisher auch kein übergreifender Handlungsbogen, paranormal (abgesehen von Blacks Visionen) wird es nur in einigen gegen Ende der Staffel. Wenn es paranormal wird, dann eigentlich immer im Zusammenhang mit religiösen Geschichten, meist der Bibel.

Für meinen Geschmack nimmt sich die Serie zu ernst - der Humor und die Selbstironie der X-Akten fehlen nahezu völlig - und es hapert an interessanten Charakteren außer Frank Black. Es gibt auch zumindest in der ersten Staffel keinen übergreifenden Antagonisten. Soweit ich das bis jetzt beurteilen kann, sehe ich darin die Hauptgründe, warum die Serie es nicht über drei Staffeln hinaus gebracht hat.
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Re: MillenniuM

Beitragvon Bernhard Nowak » 12. Apr 2018 20:36

Nein, ich habe sie leider noch nicht gesehen, da ich noch nicht einmal dazu gekommen bin, Akte X zu schauen, was sich hoffentlich aber bald ändert, wenn meine Kollegin aus ihrem Urlaub Ende nächster Woche zurück sein wird.
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Re: MillenniuM

Beitragvon nevermore » 21. Apr 2018 14:09

So, Staffel 2 MillenniuM ist beendet. Diese Staffel gefiel mir viel besser als die erste. Die "Crime of the Week"-Episoden sind wesentlich besser, was auch daran liegt, dass mehr Fokus auf das Paranormale gelegt wird (auch wenn teils kritisiert wurde, dass die Serie sich dadurch zusehr den X-Akten annähert). Einige davon haben mir wirklich sehr gut gefallen.

Man erfährt etwas mehr über die Vergangenheit von Frank Black. Es schadet auch nicht, dass seine Ehe mit Catherine in die Brüche geht, so sieht man weniger von der. :angel2:

Außerdem erfährt man etwas über die Millennium-Gruppe und deren Hintergründe, wodurch so etwas wie ein übergreifender Handlungsbogen entsteht. Das ist doch ein etwas dubioser Verein, in dem es auch widerstreitende Richtungen gibt.

Darin Morgan, der Kult-Schreiber der X-Akten (verantwortlich für Folgen wie "Humbug", "War of the Coprophages", "Jose Chung from Outer Space" und "Mulder and Scully meet the Were-Monster") hat auch zwei Episoden geschrieben, von denen vor allem die zweite (vier Dämonen unterhalten sich darüber, wie man am besten menschliche Seelen in die Hölle bringt) wieder typisch witzig/philosophisch ist. :devil:
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Re: MillenniuM

Beitragvon nevermore » 24. Apr 2018 00:03

Heute habe ich Staffel 3 und damit auch die Serie beendet. Ich muss sagen, nachdem ich am Ende der ersten Staffel doch meine Zweifel hatte, haben mich die zweite und dritte Staffel überzeugt, und ich finde es jetzt schade, dass die Serie nicht mehr als drei Staffeln bekommen hat.

In Staffel 3 ist von Catherine gottseidank kaum noch was zu sehen, Frank ist wieder beim FBI und hat dort eine neue Partnerin, die ein interessanter und sympathischer Charakter ist. Allerdings ist deren Vorgesetzter ein veritabler Depp und der Deputy ist auch nicht viel besser.

Die Fälle sind wie schon in Staffel 2 stärker paranormal geprägt, was nach meinem Dafürhalten der Serie sehr gut tut. Es sind wieder einige ausgezeichnete Folgen darunter.

Die Millennium-Gruppe ist weiterhin das übergreifende Thema und boy-oh-boy, wenn ich sie zuletzt als "dubios" bezeichnet habe, dann war das die Untertreibung des Jahrhunderts. Es ist ein krimineller, von religiösem Wahn und Allmachtsphantasien getriebener Haufen, der den Raucher der X-Akten beinahe wie einen Schulbuben aussehen lässt.

Frank Black wandelt, nicht zuletzt aufgrund der Aktivitäten der Gruppe, in ähnlicher Weise zwischen Genie und Wahnsinn wie sein Pendant Mulder in den X-Akten. Man fragt sich des Öfteren, ob die Geschehnisse nicht nur in seiner Einbildung stattfinden. Sein ehemaliger Partner Peter Watts hat sich zu einem Antagonisten entwickelt, bei dem nicht sicher ist, ob er nicht selber nur ein Spielball der Gruppe ist.

Das Serienende ist etwas abrupt und man merkt, dass das so nicht ganz geplant war und durch die Senderpolitik zustande kam. So ganz befriedigend ist das leider nicht; zumindest hat es in der Akte-X-Folge "Millennium" noch einen gewissen Abschluss gefunden.

Insgesamt habe ich jedoch die investierte 15 Euro nicht bereut und werde die Serie sicherlich nochmal wieder ansehen.
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Re: MillenniuM

Beitragvon Demona » 23. Jun 2018 14:34

Habe die Serie damals auch gesehen und bin auch nur wegen dem Hauptdarsteller dran geblieben. Schade ist immer, dass, wenn die Serie besser läuft, sie dann auch wieder eingestellt wird.

Fand sie allerdings beiweiten nicht so gut wie Akte X.
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