Charakterdiskussion Tom Riddle/Lord Voldemort

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Beitragvon seirex » 11. Jul 2008 12:15

Hi!

Ich finde Tom Riddle ist eine viel interessantere Figur als Snape.
In Buch 6 lernen wir Riddle ja viel besser kennen und verstehen wie er zu dem geworden ist, was er heute ist.
Die Bösen sagen mir aber eh in den meisten Büchern/Filmen mehr zu.

Hier unterscheide ich aber auch zwischen Riddle und Voldemort.
Voldemort ist eine Flasche, die meiner Meinung nach Ähnlichkeit mit einem Comic-schurken hat.
Er verrät seine Pläne und macht es nicht "kurz und schmerzlos".
Sonst wäre Harry schon längst tot gewesen.

Riddle ist da ganz anders. Er weiss was er will und zieht es durch.
Solche Schurken sind mir sympathisch.

Und so einen Riddle will ich in Film 6 sehen.

LG

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Beitragvon Eve » 11. Jul 2008 14:49

seirex hat geschrieben:Hi!

Ich finde Tom Riddle ist eine viel interessantere Figur als Snape.
In Buch 6 lernen wir Riddle ja viel besser kennen und verstehen wie er zu dem geworden ist, was er heute ist.
Die Bösen sagen mir aber eh in den meisten Büchern/Filmen mehr zu.


Ja, Riddle hat was. Hätte man in dieser Form auch mehr über Snape erfahren und nicht nur so hinge*beep*te Vergangenheitsfussel, dann wäre er genauso interessant geworden. Sehr eindeutig ist, dass bei allen Erinnerungen Riddle betreffend der Leser oder auch die Charaktere (besonders Dumbledore) ihm schon nicht ganz getraut haben. Zumindest der Leser wussten ja, was einmal aus ihm wird und Albus hatte eine Ahnung. Bei Snape hingegen fehlt wirklich ein trifftiger Grund, warum er sich überhaupt den Todessern angeschlossen hat - doch bestimmt nicht, weil er dann umsonst in einem exklusiven Reinblüter-Club Golf spielen durfte. :wink:
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Beitragvon Kola » 17. Jul 2008 12:21

Ich werd mich nochmal ein wenig zwischen die Stühle setzen :mrgreen:

Eve hat geschrieben:Bei Dumbledore denke ich auch, dass Richard Harris unschlagbar war. Michael Gambon fehlt m.E. das Liebevolle und Väterliche

Ehrlich gesagt finde ich Michael Gambon als Dumbledore ziemlich gut - mittlerweile. Richard Harris war mir schon zu sehr lieber alter Opi und das ist AD nunmal nicht. Er ist ein kalt berechnender Stratege und das bringt Gambon zehnmal besser rüber. Man stelle sich vor, Harris in Film sechs... ojemine *schauder* Christopher Lee wäre allerdings ziemlich gruselig... aber warum nicht?

Seirex hat geschrieben:In Buch 6 lernen wir Riddle ja viel besser kennen und verstehen wie er zu dem geworden ist, was er heute ist.
Die Bösen sagen mir aber eh in den meisten Büchern/Filmen mehr zu.

Wie Tom Riddle umgesetzt wird (und wie oft er vorkommt), da bin ich auch mal gespannt. Aber besonders interessant finde ich ihn nicht, weil seine Entwicklung absehbar ist. Letztlich ist er eine inzestöse, sozial fehlgeprägte Rotzgöre, die ihre Bosheit kaum unter Kontrolle halten kann. Und auch wenn mir Ralph Fiennes als Voldemort gefällt, hat der Charakter von LV im siebten Buch massiv verloren. Ich hatte ihn ursprünglich mal für intelligent gehalten, aber man bekommt das Gefühl, der hat sich nicht nur seine Seele zerhackt, sondern sein Gehirn gleich mit. Von daher erwarte ich da (leider) nichts Weltbewegendes.

Undine hat geschrieben:Apropos Familie Malfoy, Draco ist sehr gut besetzt und Lucius ebenfalls.

Die Malfoys gefallen mir von der Besetzung her auch am besten (von denen hätte ich auch gerne viel mehr erfahren, vor allem über die Motivation von Malfoy senior - der alles hat, was man sich wünschen kann - sich einem Psychopathen anzuschließen und damit seine ganze Familie zu gefährden). Für Narzissa wäre mir allerdings Naomi Watts lieber gewesen als die jetzige Besetzung (Name vergessen :wink:). Die sieht irgendwie etwas omahaft aus.

Seirex hat geschrieben:Ich finde die Besetzung von Bellatrix Lestrange auch nicht gut.
Nicht nur, weil sie total albern rüber kommt, sondern auch weil es im Buch heisst, dass Bellatrix eine verblasste Schönheit sein soll.

Bellatrix finde ich so schlecht nicht. Ihre Verrücktheit ist ganz gut getroffen, allerdings wirkt sie etwas dämlich. Ich hoffe, dass sich das im sechsten Film gibt, da sollte sie etwas an Grips zutage fördern.
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Beitragvon seirex » 17. Jul 2008 13:56

@Kola

Ich finde JKR hat hier einfach den klassischen Comic-Bösewicht genommen.
Diese Art von Bösewicht ist genial, im strategischen Verhalten aber so intelligent wie ein Lemming.

Ich finde LV geht als Riddle noch akzeptabel vor.
Als LV ist er eher unglaubwürdig.
Das betrifft wohl auch den Rest der Todesser.
Da finde ich merkt man eben schon, dass JKR sich die HP-Reihe als Kinderbuch vorgestellt hat.

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Beitragvon Kola » 17. Jul 2008 14:21

seirex hat geschrieben:Ich finde JKR hat hier einfach den klassischen Comic-Bösewicht genommen.
Diese Art von Bösewicht ist genial, im strategischen Verhalten aber so intelligent wie ein Lemming.

Ich finde LV geht als Riddle noch akzeptabel vor.
Als LV ist er eher unglaubwürdig.
Das betrifft wohl auch den Rest der Todesser.
Da finde ich merkt man eben schon, dass JKR sich die HP-Reihe als Kinderbuch vorgestellt hat.


*lach* Comic-Bösewicht triffts genau :mrgreen: Unter diesem Gesichtspunkt hast du Recht. Vermutlich haben wir viel zu hohe Ansprüche an die Charaktere, die vielleicht gar nicht so 'tief' werden sollten. Trotzdem sind sie für ein Kinderbuch ziemlich komplex, zumindest was AD betrifft.
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Beitragvon nevermore » 17. Jul 2008 14:41

Ich frage mich halt, warum frau in Band 4 und v.a. 6 mit einem Riesenaufwand einen familienpsychologischen Hintergrund für Voldemort schafft, wenn man es dann in Band 5 und 7 mit einem Comic-Book Bösewicht zu tun hat. Die ganzen Mutter-Vater-Waisenhaus-Geschichten waren doch letztlich ziemlich für die Katz.

Naja, zumindest sollte Ralph Fiennes in künftigen HP-Filmen dann keine Schwierigkeiten haben, diesen Comic-Book Voldemort darzustellen. Ich fand seine Feuerkelch-Interpretation damals ziemlich daneben, aber zu Band 7 Voldemort passt sie jetzt.
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Beitragvon Undine » 17. Jul 2008 16:36

Ich finde es ist sowohl in den Büchern als auch in den Filmen eine Diskrepanz zwischen Riddle als Kind und als LV.
Tom Riddle war (für sein Alter) intelligent und begabt, das scheint ihm leider im Laufe der Jahre abhanden gekommen zu sein.
Aber vielleicht mußte er ja auch an Intelligenz einbüssen, damit Harry fähig wird, ihn glaubhaft zu besiegen? Ist schon gemein, was JKR dem armen LV da angetan hat-
Ich mag übrigens die Darstellung von LV durch Ralph Fiennes. Er ist einfach ein sehr guter Schauspieler. Nur gibt er schon den LV als Psychopathen, eben so wie er letzendlich in DH auch nur noch rüberkommt. Er hat damit in Feuerkelch schon begonnen.
Mich stört nur, dass er keine Nase hat. das wirkt nicht gefährlich sondern lächerlich auf mich. Ich finde ihn auf Bildern, auf denen seine Maske noch nicht fertig ist viel angsteinflössender, weil er optisch noch menschlich aussieht.

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Beitragvon Demona » 17. Jul 2008 21:34

Tom Riddle war (für sein Alter) intelligent und begabt, das scheint ihm leider im Laufe der Jahre abhanden gekommen zu sein.


Wie hat mal jemand zu mir gesagt - LV hat im 7. Buch entdeckt das er Fliegen kann und ist vor Überraschung vor den Laternenmast geflogen und hat dabei wohl seine Intelligenz verloren. :becool:

Es ist wirklich erstaunlich... Heißt es nicht immer im Alter kommt die Reife, Erfahrung und mehr Wissen, leider scheint es mir - was LV betrifft - da genau anders zu funktionieren.
Schade, es hätte schön werden können... :ja:
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Beitragvon Undine » 18. Jul 2008 09:27

Ja, es hätte wirkluich alles so schön werden könnnen. Aber leider ist dabei nur ein 'All was well' rausgekommen.
Im Snape Thread hatte jemand Snape mit Batman verglichen. Ich finde, wir können die Filme und leider zum Schluß auch das Buch mit einer Comichandlung gleichsetzen. Plötzlich verlieren Charaktere an Tiefe und es häufen sich Actionszenen.
Wie @Seirex weiter oben so richtig feststellt, LV wirkt letztlich nur noch wie der typische Comicbösewicht. Schaut man sich Bellatrix an, so finde ich die Darstellerin im Prinzip ganz gut, nur leider wirkt sie nicht auf eine gefährliche Art verrückt, sondern einfach nur total abgedreht, wenn nicht sogar durchgeknallt. Ich vermute mal, dass das auch die Regieanweisungen an sie waren, denn die Schauspielerin ist sehr gut, und hätte sicher auch anderes spielen können. Nein, ich denke, es war Ziel, die 'Bösen' als verrückt und debil darzustellen. Man könnte meinen, irgendwann hat ein Comicschreiber von JKR Besitz ergriffen. :(

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Beitragvon Kola » 18. Jul 2008 10:52

Undine hat geschrieben:Nein, ich denke, es war Ziel, die 'Bösen' als verrückt und debil darzustellen. Man könnte meinen, irgendwann hat ein Comicschreiber von JKR Besitz ergriffen. :(

Hm, ich glaube eher, dass das Debile bei Bellatrix auf die Filmemacher zurück geht und weniger auf JKR. Im fünften und sechsten Band ist sie zwar etwas irre vom Verhalten her, aber halbwegs klar bei Verstand und kein bißchen albern.

Ansonsten empfinde ich die Bösen auch nicht als comicartig (abgesehen von LV im siebten Band). Malfoy ist nicht verrückt, sondern kalt und berechnend und kommt auch als jemand rüber, der sich bei den wichtigen Personen einschleimt, um dann im Hintergrund die Fäden zu ziehen. Das wird sowohl im Film als auch im Buch deutlich.

Tom Riddle war (für sein Alter) intelligent und begabt, das scheint ihm leider im Laufe der Jahre abhanden gekommen zu sein.

Ja, der hat seinen Verstand zusammen mit den Horkruxen in der Gegend verteilt *lach*

Was die fehlende Nase betrifft, finde ich das ehrlich gesagt auch etwas lächerlich, mit ist definitiv besser.
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Beitragvon seirex » 18. Jul 2008 11:56

Bellatrix wirkt auf mich wie ein Junkie und LV ist ihr Dealer.
Vielleicht ist ja "Eine Line, ein Schlammblut" ihr Motto...

Noch etwas zu Tom Riddle:

Als Horcrux in Buch 2 ist er bereits eine Art Comicbösewicht. Bevor er wirklich auf der sicheren Seite ist,
verrät er Harry alles und gibt ihm die Chance auf einen Sieg.
Er hätte sich ja versteckt halten oder das Vertrauen Harrys ausnützen können
Meinetwegen hätte er Harry erzählen können: "Wir müssen Wiener Walzer tanzen - das ist das einzige was Ginny rettet!".
Riddle hätte warten können bis er wieder komplett zurück ist. Dann hätte der kleine Harry ja kein Problem sein dürfen.

Das zeigt mir, dass JKR LV in der Gegenwart deutlich "downgraden" musste.
In der Vergangenheit war er der King, in der Gegenwart ist er eine Null!

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Beitragvon nevermore » 19. Jul 2008 21:25

In Band 2 war aber bereits die Vatergeschichte angesprochen, die eine der Hauptmotivationen für Voldemorts Charakterentwicklung war. In Band 4 im Kapitel "The Death Eaters" (meiner Meinung nach immer noch eines der besten Kapitel der ganzen Buchreihe) war das dann ja ganz deutlich herausgestellt. Daraus hätte sich sehr viel machen lassen. Ich finde es einfach schade, dass das am Ende dann so ganz unter den Tisch gefallen ist.

@Demona, das mit dem Laternenpfahl war ich. :mrgreen:
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Beitragvon Demona » 19. Jul 2008 21:38

@ nevermore

Das weiß ich doch, aber ich wollte das du dich selbst outest :mrgreen:

Ich fand es auf jeden Fall eine vortreffliche Charakterisierung von LV in Band 7 und m.E. gibt es dazu nicht mehr hinzuzufügen.
Es hätte ein großartiger Bösewicht werden können aus LV, aber so war er am Ende nur ein durchgeknallter armer Irrer - zumindest für meine Empfindung.
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Beitragvon Liliac Duckula » 17. Dez 2008 16:37

Mal ganz erlich, man sehe sich doch mal die Machthaber an. Ich meine vielleicht hatten die wirklich mal Intelliegenz. Aber irgendwann werden die meisten von denen "Durchgeknallte arme Irre". Das ist ganz normal wenn man A) sich selbst über wertet und für Unbesiegbar hält und B) eine "Weltherrschaft" erreichen will.
Das liegt in der Natur der Dinge, :wink: also kann sich Voldemort oder wie ich ihn gerne nenne "Voldi" da in einer Reihe mit vielen Anderen stellen.

So gesehen eine korreekte Beschreibung der Verhältnisse. Genie und Wahnsinn liegen eben oft dich bei einander. :roll: :mrgreen:
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Beitragvon Demona » 17. Dez 2008 18:39

@ Liliac

Nja, da ging mir aber das Genie doch etwas zu plötzlich in den Wahnsinn über. Die ganzen vorhergehenden Bände war er ihnen immer "einen" Schritt voraus und dann wird er im letzten Buch unerklärlich zur Schnarchtüte?
Ein bisschen unglaubwürdig für mich...
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Beitragvon nevermore » 17. Dez 2008 18:46

Meiner Ansicht nach besteht ein Unterschied zwischen Wahnsinn und Dummheit. Wahnsinnig war Voldemort schon vorher, in Band 7 verhielt er sich aber nicht nur wahnsinnig, sondern urplötzlich völlig verblödet (was im Übrigen auch für seine Todesser gilt). Genie und Wahnsinn mögen nahe beeinander liegen, Genie und Blödheit aber nicht. JK hatte da das Potential, einen der denkwürdigsten Bösewichter der Popkultur zu schaffen und hat es leider verschenkt. Den Bösewicht zum Trottel zu machen ist gegenüber der Variante, den Helden eine originelle Lösung finden zu lassen, in der Regel die schlechtere Variante.
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