Einfach HP

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Einfach HP

Beitragvon Mortianna » 20. Jun 2008 18:16

Ich finde es einfach gut, dass wir hier auch ein Potterverse haben. Wir haben uns dort kennengelernt und irgendwie wäre es doch schade, wenn wir unseren Anfängen nicht auch Rechnung tragen würden.

Wir alle, die wir uns hier treffen, sind wahrscheinlich Leute, die die Heiligtümer des Todes nicht so gelungen finden.
Vielleicht sollten wir hier einfach ein wenig über HP reden und vielleicht einfach ein klein wenig unseren Senf dazu geben. HdT in oder her. Manches war ja auch richtig gut. Oder?
Mach deinen Kram doch selber.... Ich bin doch nicht dein Dobby!

Ich wünsche euch allen frohe Weihnachten!
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Beitragvon nevermore » 20. Jun 2008 18:35

Nach fast einem Jahr bin ich nun langsam auch wieder in der Lage, mit etwas mehr Abstand an die Sache heranzugehen.

Ich mag das letzte Buch zwar immer noch nicht, aber letztendlich habe ich durch HP sehr vieles dazu gelernt, besonders was die ganzen Geschichten um Alchemie und alles drum herum betrifft, von denen ich vorher nicht viel Ahnung hatte. Die Gegenüberstellung mit anderen Werken in Literatur, Film und TV lassen mich auch vieles dort in einem neuen Licht und mit neuen Augen sehen. Das betrifft auch die Diskussion um "Masterpläne", und wie es kommt, dass manche funktionieren, und andere nicht ;)
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Beitragvon löweneckerchen » 20. Jun 2008 19:10

Ich muss Euch zustimmen..... es gibt so Momente in meinem durchaus spannenden Leben, in denen ich spontan den Harry Potter denke.

An die Magie, nicht die in den Büchern, ja die auch, sondern eher an die Magie, die von den Büchern ausging. dieses: "Ich setzte mich an einem Samstag Abend bei einem Butterbier in meinen Schaukelstuhl in mein dunkelrotes Holzhäuschen am Waldesrand und lese vor dem prasselnden Kaminfeuer Harry Potter." (nicht dass ich ein solches Häuschen hätte, geschweige denn wirklich wollte)... versteht Ihr, was ich meine?

Die Erinnerung an das Gefühl beim Lesen, an das Eintauchen in diese Welt, in die in den ersten Büchern (nun ja fast) logische Geschichte ist noch sehr präsent.
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Beitragvon Cellmorbasg » 20. Jun 2008 19:30

Ja ich weiß auch noch sehr genau,
wie ich Band sechs an Heiligabend die ganze Nacht durchgelesen hab.
Wie ich die ersten Zeilen überhaupt unter dem Licht des Weihnachtsbaum in aller Frühe am 1. Weihnachtstag las.
Wie ich letztes Jahr den Juni damit verbrachte alle sechs Bände nochmal zu lesen und viel neues zu entdecken.
Und auch bei Band sieben bleibt mir das erste Lesen in Erinnerung. Die Enttäuschung als unwiederruflich feststand, dass Hugo Wirklichkeit ist. Das ich mich davon überhaupt nicht lösen konnte und somit überhaupt nicht so richtig eintauchen konnte in die Welt, wie das sonst der Fall war.
Inzwischen hab ich das siebte Buch vor drei Wochen ein drittes Mal gelesen und ich hielt an Stellen inne, wo ich dachte, ab hier hätte es wunderbar in eine Richtung gehen können, die mir mehr gefallen würde.
Aber trotzdem ruft auch Band sieben in mir die volle Palette an Emotionen hervor.

Und allein die Tatsache, dass ich diesen Beitrag schreibe, zeigt, dass mich Harry Potter trotz Band sieben nicht loslässt und immer noch ein Thema ist, über das ich schreiben kann (und das mich dazu verleitet Schachtelsätze zu schreiben - obwohl ich die Kommasetzung nicht vollständig behersche :roll: ).

Für die 800-Wörter-Geschichte hatte ich auch gleich begonnen Erwartungen aufzubauen, obwohl ich's doch eigentlich besser wusste.
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Beitragvon nevermore » 21. Jun 2008 18:37

Dieses Prequel ist viel kritisiert worden. Meiner Meinung nach muss man aber halt einfach auch sehen, dass sie hier eine Vorgabe hatte, nach der der Artikel 800 Wörter und nicht länger sein durfte. Furchtbar viel Plot und Charakterentwicklung kann man einfach nicht erwarten.

Außerdem muss man mE auch berücksichtigen, dass JKR bisher nur als Buchautorin nennenswerte Erfahrung hat. Als Vergleich wurde das eine oder andere Mal die 800 Wörter Geschichte von Neil Gaiman angeführt. Ohne JKR zu nahe treten zu wollen, aber Neil Gaiman ist ein weitaus erfahrenerer Autor, was das Schreiben in verschiedenen Medien und Formen betrifft. Er hat Bücher, Shortstories, Comics, TV- und Spielfilm-Drehbücher geschrieben. JKR hingegen ist bisher eine reine Buchautorin, die vor allem in letzter Zeit eher dazu neigte, ausschweifend zu werden als die Dinge kurz und bündig auf den Punkt zu bringen. mW war das ihre erste Veröffentlichung, die kein Buch war, sondern eine Ultra-Kurzgeschichte, und das ist nun das andere Extrem.
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Beitragvon Kola » 25. Jun 2008 11:12

nevermore hat geschrieben:mW war das ihre erste Veröffentlichung, die kein Buch war, sondern eine Ultra-Kurzgeschichte, und das ist nun das andere Extrem.


Zumal sie dafür auch noch Charaktere genutzt hat, die aus dem einen Extrem stammen und wo die Fans erwarten, dass es vor allem viele Hintergrundinfos gibt. Damit hat sie sich ein kleines Eigentor geschossen. Sirius und James in einer abgeschlossenen Kurzgeschichte, das kann gar nicht klappen.

Auch wenn ich jetzt vermutlich genervte Blicke ernten werde, ich finde HP 7 eigentlich ganz gut. Klar ist es bestimmt nicht ihr bestes Buch, aber es rundet die Sache doch ganz gut ab. Auch wenns da noch einige Logik-Diskussionen geben wird *zu Lyth schiel* Leider gabs zu viele Tote für meinen Geschmack.

Mortianna hat geschrieben:Vielleicht sollten wir hier einfach ein wenig über HP reden und vielleicht einfach ein klein wenig unseren Senf dazu geben.


Ja :crying1: *immer noch nicht drüber weg bin*
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Beitragvon Cellmorbasg » 25. Jun 2008 11:31

Aslo die Erwartung Hintergrundwissen in der Kurzgeschichte hatte ich noch nicht mal.
Ich hab schon mit einer in sich runden, lutigen Geschichte aus dem Leben der Rumtreiber gerechnet; aber wie schon angedeutet, für mich war es das nicht. Sowohl Story als auch Humor konnten mich nicht einnehmen.
Aber es ist nur eine Kurzgeschichte. Und bei so was, trifft man den Geschmack eines einzelnen vielelicht noch schwerer. Ich würde zu weiteren Kurzgeschichten aus HP trotzdem nicht nein sagen.
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Beitragvon seirex » 25. Jun 2008 11:44

@Cellmo
Da stimme ich dir zu, Band 7 war nicht wie davor so fesselnd,
aber auch ich würde zu mehr nicht nein sagen.
Wann soll denn diese neue Geschichte rauskommen?
Dachte eh, sie will nichts mehr HP-mäßiges schreiben... Geldgeil?


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Beitragvon nevermore » 25. Jun 2008 11:48

@seirex, die Shortstory habe ich unter "Neuigkeiten rund ums Potterverse" verlinkt - das war wieder so eine Benefiz-Geschichte, mit der Vorgabe, eine Geschichte mit 800 Wörtern zu schreiben, auf einer Plattform, die auch zahlreiche andere Autoren dafür schon genutzt haben.

Über weitere Kurzgeschichten dieser Art gabs zwar Spekulationen, aber was genaues hat man m.W. noch nicht gehört.
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Beitragvon seirex » 25. Jun 2008 12:35

Ich hab's gelesen.
Hört sich wie jede x-beliebige FF an.

LG

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Beitragvon Kola » 25. Jun 2008 14:28

Vor allem gibt es diverse FFs, die besser sind als das. Das ist eher eine kurze Geschichte als eine Kurzgeschichte. Scheint wirklich nicht ihr Ding zu sein.
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Beitragvon Hermine » 29. Jun 2008 11:25

Ich hab es auch grade gelesen. *stirn runzel*

Da gibts viele Oneshots, die erheblich besser sind.
Und einige davon wurden von Usern dieses Forums geschrieben, Lyth und Tröti beispielsweise.
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Beitragvon Tröti » 29. Jun 2008 12:41

Danke für die Blumen, Hermine *verneig* :-D

Ich seh das aber genauso: Ich habe etliche Rumtreiber-Storys gelesen, die lebendiger und pfiffiger sind, und die vor allem gelungenere Pointen haben. Mir erscheint es so, als hätten sie sich weniger Gedanken über ihre Figuren gemacht als viele ihrer Fans. Sirius und James sind in dieser Story beide identisch gezeichnet. Wer von den beiden was sagt, ist im Grunde unerheblich. Sie sind gleich. So hatte ich das aber aus den Büchern nie herausgelesen. Für mich war Sirius der pfiffigere, frechere und coolere, während James für mich eher ein bisschen arrogant und aufbrausend war.
Den Witz mit den Namen fand ich sehr flach und uralt, und auch ansonsten war das alles sehr slapstickmäßig. Ein dicker Polizist, der den Autospiegel mitnimmt ... Haha ....
Ich weiß nicht, was sie sich dabei gedacht hat. Man muss doch nicht, nur weil man zufällig Joanne K. Rowling heißt, alles veröffentlichen, was man so zwischen Frühstück und Mittagessen dahinkritzelt.
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Beitragvon Lythanda » 29. Jun 2008 14:30

Auch danke für die Blumen, Mine :knuff:

Toll find ich die Geschichte auch nicht, aber es ist wohl auch nicht so, dass sie alles, was sie mal eben irgendwo hinkritzelt, veröffentlichen will.
Es war wohl ein Auftrag, es sollte eine Kurzgeschichtensammlung von diversen Autoren für eine caritative Sache veröffentlicht werden.
Sie hat da fix was zusammengeschreibselt, ich finde man merkt, dass bei ihr die Luft raus ist, was HP angeht.

Wir alle, die wir uns hier treffen, sind wahrscheinlich Leute, die die nHeiligtümer des Todes nicht so gelungen finde.

Hm... ich weiß nicht, ob ich mich hier dann einmischen darf. Ich finde die Heiligtümer durchaus gelungen. Das Buch hat kleine Längen und Schwächen, aber im Großen und Ganzen hat es mir gut gefallen.

Okok, ich halte besser meine Klappe... :mrgreen:

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Beitragvon Hermine » 30. Jun 2008 19:55

Lyth hat geschrieben:Hm... ich weiß nicht, ob ich mich hier dann einmischen darf. Ich finde die Heiligtümer durchaus gelungen. Das Buch hat kleine Längen und Schwächen, aber im Großen und Ganzen hat es mir gut gefallen.

Dem kann ich mich nur anschließen, aber das ist auch der Grund, weshalb ich hier eigentlich gar nicht mitreden wollte. ;)
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Beitragvon Demona » 30. Jun 2008 19:59

@ Lyth und Mine


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Beitragvon Undine » 1. Jul 2008 09:32

Hm, ich habe zunächst gezögert, mir die Kurzgeschichte durchzulesen, da meine DH Wunden gerade eben erst verheilt sind :roll:
Aber natürlich war die Neugierde stärker! Tja, was soll ich sagen, ich will ja nicht allzu nörgelig klingen, aber ich habe selten so etwas nichtssagendes gelesen. Warum nur verschwendet sie so viele wertvolle Wörter, um comichafte Action zu bringen? *SEUFZ*
Was die T-shirts mit dem großen goldenen Vogel sollten, ist mir auch schleierhaft. Ist das ein ' Order of the Phoenix Fanshirt?'
Was steht auf der Rückseite? ' I fought Voldemort and all I got was this lousy shirt'? :lol:
Ich kann mir nicht helfen, auch nach einem Jahr habe ich noch immer das dumpfe Gefühl, dass alles was nach HBP geschrieben worden ist, nicht wirklich von demjenigen geschrieben worden sind, der die Bände 1-6 geschrieben hat.
Wie auch immer, die HP Welt mag ich noch immer, schließlich hatte ich immer jede Menge Spaß mit ihr!

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Beitragvon Eve » 1. Jul 2008 12:31

Undine hat geschrieben:(...) da meine DH Wunden gerade eben erst verheilt sind :roll:


Ich hatte mich hier auch ein wenig zurückgehalten, weil ich Band 7 nicht kenne und Undine hat einen der Gründe genannt, warum ich mir das einfach nicht antun möchte. Vielleicht werde ich in einigen Jahren, wenn ich Abstand zu HP gewonnen habe, den letzten Band mal in der Hoffnung lesen, dass mich die zig Tode, die dort gestorben werden, nicht oder weniger berühren. Ich lasse mich auch uneingeschränkt spoilen und weiß schon eine Menge von den Ereignissen aus Band 7, aber keines hat bisher das Gefühl in mir ausgelöst, dass ich ihn unbedingt und sofort lesen muss.

Mit den Büchern habe ich sowieso sehr spät angefangen. Es war kurz nach dem vierten Film, wo ich doch recht verwirrt auf der Couch gesessen hatte und mir dachte, dass bestimmt eine Menge aus dem Buch fehlen würde, weil ich den Teil ziemlich irritierend fand. Das war auch der Moment gewesen, wo ich mir von einer Freundin alle sechs Bücher geliehen hatte, um sie hintereinander zu lesen - John hat gleich mitgemacht.

Und was die "Kurzgeschichte" vor Rowling betrifft: Ich denke, man hat sie dazu überredet, sie zu veröffentlichen, solange HP noch aktuell ist. Ich würde gar nicht mal denken, dass bei Rowling die Luft bei HP raus ist. Ich vermute eher, es ist der ganze Druck, der auf ihr lastet und ihr sämtliche Arbeit mit HP verleidet (was vielleicht sogar schon bei Band 7 der Fall gewesen war).

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Beitragvon Undine » 2. Jul 2008 08:00

Ja, ich könnte mir auch vorstellen, dass der ganze Rummel JKR das HP Thema verleidet haben könnte. Anderseits hat sie aber immer behauptet, die gesamte Serie genauso von Anfang an geplant zu haben, was widerum auch, wie einige Logiklücken und Aussagen von ihr zeigen, wahrscheinlich auch nicht wirklich stimmt.
Am Ende bleiben zwei Fakten:
Ja, es stimmt, auch ich schreibe seitdem lange Schachtelsätze...
und: wir haben uns durch die Bücher kennengelernt!

@Eve: Respekt, ich finde es echt bewundernswert, dass Du bisher noch nicht Band 7 gelesen hast. Nach der ganzen Diskussion darum wäre ich vor Neugierde gestorben!

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Beitragvon Lythanda » 2. Jul 2008 18:40

Undine hat geschrieben:Anderseits hat sie aber immer behauptet, die gesamte Serie genauso von Anfang an geplant zu haben, was widerum auch, wie einige Logiklücken und Aussagen von ihr zeigen, wahrscheinlich auch nicht wirklich stimmt.


Komisch, gerade das erweckt bei mir den Eindruck, dass diese Aussage stimmt.
Wäre alles lückenlos logisch, keine Haken, kein Stolpern, kein bemühtes Umschiffen von veränderten Gegebenheiten, dann würde ich denken, sie hat gelogen und das Ende wirklich erst am Ende geschrieben.

Aber die Entwicklung der Serie hat 15 Jahre gedauert, Figuren haben sich beim Schreiben entwickelt, sich verändert, die Geschichte selber ist gewachsen und hat Schleifen gedreht.
Kein Wunder, dass es schweirig ist, ein von Anfang an feststehendes Plotende auch wirklich umzusetzen.
Zwischen dem Erdenken der Geschichte und dem finalen Schreiben von Band 7 ist so viel Zeit vergangen, hat so viel stattgefunden, hat sie sich als Autor und als Mensch verändert, haben sich die Charaktere entwickelt, dass es mir nur glaubwürdig erscheint, dass es zu Logiklücken und Holprogkeiten kommen musste.

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Beitragvon Demona » 2. Jul 2008 19:14

Ehrlich gesagt, zu dieser Erkenntnis bin ich mittlerweile auch gekommen.

Zumal ich es an meiner eigenen Geschichte merke und ich schreibe noch nicht mal 1 Jahr dran... Irgendwie haben sich da einige Figuren anders entwickelt als geplant. Das Ende ist zwar immer noch in den Grundzügen vorhanden, aber den Anfang musste ich mittlerweile ändern.

Leider ist sie auf diese Änderungen nicht eingegangen. Mag damit zusammen hängen, dass sie sich die Bücher nach Fertigstellung nicht noch einmal durch gelesen hat, was ich als Fehler erachte. So kann man natürlich sehr leicht übersehen, dass einige Dinge und Figuren sich geändert bzw. anders entwickelt haben.


Dadurch entsteht auch zum großen Teil die Diskrepanz und die vielen Logiklöcher und die vielen Brüche...
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Beitragvon Mortianna » 4. Jul 2008 17:39

Es klingt logisch, dass die Geschichte anfangs mit einem solchen Ende geplant gewesen sein könnte. Allerdings finde ich, dass man als Autor merken muss, wenn die eigenen Charaktere ein Eigenleben entwickeln und man muss die Geschichte dann daran anpassen.
So wie DH dann letztendlich geworden ist, liest sich das Buch genauso, wie @Undine auch schon geschrieben hat, als hätte der Autor gewechselt. Bis nach Buch 6 hätte alles noch ein logisches Ende ergeben können, einige Ansätze in DH wären auch okay gewesen, nur verlaufen echt gute Ansätze im Sande und Belanglosigkeiten werden zu Inhalten. Das Ganze wird dann noch actionfilmmäßig aufgemotzt und verliert damit noch an Substanz. Da wäre ein offenes Ende nach Buch 6 ja noch besser gewesen.
Den Artikel über die Rumtreiber habe ich mir gespart.
Und Buch 7 verdränge ich nach wie vor.

Trotzdem finde ich es ganz wichtig, dass wir Harry Potter nicht vergessen, denn ohne ihn wären wir alle nicht hier im Andersweltenforum. Und also haben diese Bücher für mich schon alleine deswegen einen hohen Stellenwert.

Was schon schade ist, ist, dass es eigentlich kaum noch etwas gibt, was man darüber schreiben könnte. Es verläuft nur dahin, dass wir schreiben DH ist gut, oder DH ist schlecht.
Alle Spekulationen über ein alternatives Ende wären FFs.
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