Star Trek: Der Film

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Star Trek: Der Film

Beitragvon Demona » 8. Mai 2009 09:40

Star Trek - Der Film aus dem Jahre 1979 ist der erste aus einer langen Reihe von Star Trek Filmen, die bis jetzt bei Nr. XI angekommen ist.
Der neue Star Trek startete bei gestern bei uns in den Kinos und Kabel 1 nahm dies zum Anlass, den Monat Mai zum Star Trek Monat zu erklären.

Am 1. Mai begannen sie morgens um 8:30 Uhr mit dem Start von 5 Folgen der Mutterserie, die von Zuschauern gewählt worden waren.
Anschließend kam ein ziemlich langes Special zum neuen Film und danach wurden die ersten drei Filme aus der Star Trek Reihe in voller Länge gezeigt.

Wir nahmen uns dies zum Anlass mal dem Mythos ST auf den Grund zu gehen und beginnen mit dem ersten Film. Voraus sei noch gesagt, dass die Mutterserie eigentlich keinen guten Start hatte und erst Fans bekam, als sie per Wiederholung lief.

Doch nun zum ersten Film:

Eigentlich war die Geschichte für die erste Episode der Serie "Star Trek: Phase Two" geplant. Das Studio, die Paramont Picture entschieden sich jedoch nach einigem hin und her, es als Kinofilm zu bringen. Um Budget zu sparen, wurden einige Kulissen für die nie produzierte Serie im Kinofilm sowie auch für die späteren Filme und Fernsehserien verwendet.
Das Konzept des Filmplots war nicht neu, denn man hatte dieselbe Idee bereits in der Raumschiff-Enterprise-Folge "Ich heiße Nomad" verarbeitet.
Letztlich kostete der Film trotzdem 40 Mio. Dollar und hatte damit das Budget weit überzogen, weil die bereits fertigen visuellen Effekte sich als unbrauchbar herausstellten und noch einmal aufwenig neu erstellt werden mussten.
Der Film spielte jedoch seine Kosten wieder ein und daraufhin wurde auch der zweite Film "Die Rache des Khan" produziert.
Der erste Film wurde für zahlreiche Auszeichnungen nominiert u.a. auch bei den Oscars.

Inhalt:

Es ist das 23. Jahrhundert und ein tödliches Kraftfeld rast auf die Erde zu. James T. Kirk, mittlerweile zum Admiral ernannt und seine alten Freunde Spock, Pille, Scotti, Chekow, Takei und Uhura von der Enterprise wollen die Killerwolke aufhalten.
Das Kraftfeld verbirgt eine fremde Intelligenz, welche auf der Suche nach etwas zu sein scheint.

Der reguläre Kommandant der generalüberholten Enterprise ist eigentlich Captain Decker. Da Kirk unbedingt die Mission durchführen will, wird Decker ihm unterstellt und so kommt es zu ständigen Reibereien zwischen den beiden.
Später stößt Spock zu ihnen auf die Enterprise, der auf Vulkan eine neue Technik zu meistern versucht, die ihm die vollkommene Unterdrückung von Emotionen ermöglichen soll. Dabei verspürt er die Präsens der Wolke und erkennt deren fremdes Bewusstsein.

Nachdem das Raumschiff an dem Energiefeld angelangt ist, entscheidet Kirk entgegen der Meinung von Decker in das Feld hinein zu fliegen. In deren Innern finden sie eine viele Kilometer große Konstruktion, welches die Energiewolke erzeugt.
Lieutenant Ilia, die Navigationsoffizierin wird plötzlich von einer Sonde erfasst und aufgelöst und durch eine Maschine ausgetauscht, die eine exakte Kopie von ihr darstellt. Durch sie erfährt das Team, dass die fremde Intelligenz sich ?V?ger? nennt und auf der Suche nach ihrem Schöpfer ist, den sie auf der Erde vermutet. Hierbei ist Spock eine große Hilfe, da er erkennt, dass V?ger zwar über ein enormes Wissen verfügt, aber keine Emotionen verstehen kann.

Auf einer Plattform inmitten der Wolke, welche schon bald darauf die Erde erreicht hat, finden Kirk, Spock, Pille und Decker die eigentliche V?ger. V?ger ist in Wirklichkeit ?Voyager 6?, eine von der NASA im 20. Jahrhundert gestartete Sonde, deren primäres Ziel es war, alles Wissen des Universums zu sammeln. Durch die lange Reise der Sonde sind einige der Buchstaben nicht mehr zu erkennen und es ist nur noch ?V?ger? lesbar.
Während ihrer langen Reise traf die Sonde eine Maschinenzivilisation, die den Auftrag der Voyager-Sonde wörtlich nahm und mit Hilfe ihrer Technik entwickelte sie die Voyager weiter und aus ihr wurde V?ger. Als weiter entwickeltes künstliches Wesen setzte V?ger seine Reise fort und erlernte bald alles Erlernbare. Somit hatte sie ihr eigentliches Ziel erreicht und machte sich deshalb auf den Weg zurück zur Erde, um das gesammelte Wissen dem Menschen als ihrem Schöpfer zu überbringen.

Als nun V?ger versteht, dass der Mensch ihr Schöpfer ist, verlangt sie nach Antworten über den Sinn ihrer Existenz und deren Leere, da sie nichts als Logik kennt. Decker, der die ursprüngliche Ilia liebte und in der Sonde noch deren Wesen sehen kann, will V?ger das Wesen des Mensch-Seins offenbaren und bietet V?ger an, eins mit ihr zu werden. Durch die Verschmelzung von Decker und der Sonde Ilia entsteht ein neues Wesen, das sich in leuchtende Energie auflöst. V?ger hat seine Auifgabe erfüllt und das Energiefeld verschwindet.


Zum Schluss gibt es noch die wichtigsten Darsteller vom ersten Film:

William Shatner: Admiral James T. Kirk
Leonard Nimoy: Captain Spock
DeForest Kelley: Dr. Leonard ?Pille? McCoy
James Doohan: Captain Montgomery ?Scotty? Scott
George Takei: Lt. Commander Hikaru Sulu
Walter Koenig: Commander Pavel Chekov
Nichelle Nichols: Lt. Commander Nyota Uhura
Majel Barrett: Dr. Christine Chapel
Persis Khambatta: Lieutenant Ilia
Stephen Collins: Captain/Cmdr. Willard ?Will? Decker


Einschätzung:

Ein guter Start, der die alten Haudegen mal wieder von ihrer besten Seite zeigt. die Story ist flüssig und interessant gestaltet.
Pille zeigt sich mal wieder von seiner griesgrämigen und mürrischen Seite, vor allem Spock gegenüber. Der ist mal wieder das Orakel und verschwiegen schlechthin, wobei man seine trockenen Kommentare auch sarkastisch sehen kann.
Der gute Kirk fühlt sich als Admiral sehr unausgelastet und kehrt gegenüber Decker mehr als einmal seinen Rang raus und kommt des öfteren wie ein kleiner Junge rüber, dem man ds Lieblingsraumschiff weg genommen hat. Na und Scotty ist einfach Scotty.
Alles in allem zeigt es sich, dass die Mannschaft der Enterpris ein eingespieltet Team ist und sich nicht die Wurst vom Brot nehmen lässt.

Für mich gibt das 9,5/10 Raumschiffen, da ich den dritten Film ("Auf der Suche nach Mr. Spock") doch einen Touch besser finde.


So, und nun seit ihr dran mit eurem Urteil.
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Beitragvon Dammers » 8. Mai 2009 13:03

Selbst geschrieben oder abgeschrieben?
Egal, ich hätte es selber nicht besser schreiben können. Ordentlich. Ich gehöre auch zu denen die den 1. Film sehr mögen, egal was andere da immer ablassen. Ein paar kleine Anekdoten:

David Gateraux, der in der neuen Serie den Vulkanier Xon spielen sollte, ist im Film nur in einer kleinen Nebenrolle zu sehen.
Richard Arnold, langjähriger Freund von Gene Roddenberry, ist ebenfalls in einer Szene zu sehen.
Will Decker, anfangs noch Captain der Enterprise, ist der Sohn von Commodore Decker aus der Episode "Doomsdaymachine", zu deutsch "Planetenkiller".
Zu erwähnen sei noch das die Musik von Goldsmith schlichtweg genial ist.
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Beitragvon Demona » 8. Mai 2009 14:06

@ Dammers

Ich bin nicht unbedingt der ST-Fan und ich habe das Infomaterial auf verschiedenen Seiten und in meiner Fernsehzeitung (da jedoch nur minimal) gefunden und dann zusammen gefaßt. Dabei habe ich mich bemüht, eigene Worte zu finden.
Ehrlich gesagt, halte ich nichts davon, Sachen irgendwo originalgetreu abzuschreiben. Jedoch wollte ich so informativ wie möglich sein, damit ich unter den Kennern nicht wie eine kleine Leuchte wirke. :mrgreen:

Anscheinend ist es mir ja gelungen. :wink:
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Re: Star Trek: Der Film

Beitragvon Eve » 1. Jun 2009 20:57

Demona hat geschrieben:Wir nahmen uns dies zum Anlass mal dem Mythos ST auf den Grund zu gehen und beginnen mit dem ersten Film. Voraus sei noch gesagt, dass die Mutterserie eigentlich keinen guten Start hatte und erst Fans bekam, als sie per Wiederholung lief.


Um dem Mythos auf den Grund zu gehen, würde ich persönlich schon bei der Original-Serie beginnen, aber ich beuge mich und beginne beim ersten Film :wink:

Nomad, die mächtige Sonde, die alles zerstört, was nicht perfekt ist, hält Cpt. Kirk in der alten Serie für ihren Schöpfer. Der Vergleich zu V'ger hinkt keinesfalls.

Was "Star Trek - Der Film" gleich zu Beginn geschafft hat: Er hat visuell eine überwältigende Atmosphäre geschaffen, die einen glauben lässt, tatsächlich einen Blick in die Zukunft zu werfen.

Das Thema ist, wie in der alten Serie beinahe immer, auch im Film die "unbekannte Bedrohung" - eine Energiewolke, die alles mit Leichtigkeit zerstören kann, was sich ihr in den Weg stellt. Bis zum Ende hin weiß man nicht, was V'ger genau ist. Die Überraschung ist deswegen groß, nicht einer außerirdischen Gewalt gegenüberzustehen, sondern einem Stück Vergangenheit der eigenen Zivilisation. Damit hat Star Trek wie schon oft versucht (und in meinen Augen geschafft), Roddenberrys Vision von der Zukunft der Menschheit so realitätsnahe wie nur möglich an den Mann zu bringen.

Erwähnenswert ist auch, dass "Star Trek - Der Film" mit einer dreiminütigen Ouvertüre beginnt. Was man eher aus Zeiten des Monumentalfilms kennt, hat mit "Star Trek" und dem ebenfalls 1979 im Kino gezeigten Film "Das schwarze Loch" langsam ein Ende gefunden. Ouvertüren werden kaum noch verwendet, sind aber nicht vollends ausgestorben. Erwähnenswerte Filme mit Ouvertüren aus diesem Jahrzehnt wären "Dancer in the Dark" (2000) und "Kindom of Heaven" (2005, Director's Cut). Eine Liste mit Filmen, die mit Ouvertüren beginnen, findet ihr hier.

Was das "Lexion des Internationalen Films" als Kritik über "Star Trek - Der Film" schreibt, kann etwas damit zu tun haben, dass Roddenberry keine bekannten Religionen unserer Welt in seine SF-Welt eingebaut hat. Zwar gibt es in einer TOS-Folge beinahe eine Hochzeit an Bord, die Kirk als Kaptain zwischen Besatzungsmitgliedern schließen kann, aber es ist keine Rede von einer Religion. Das "Lexion des Internationalen Films" ist noch heute unter katholischer Leitung. "Langweilig inszeniert, stereotyp in der Figurenzeichnung und mit einem pseudo-philosophischen Überbau." kann ich als Kritik wirklich nicht nachvollziehen. Man hatte Roddenberry damals schon vorgeworfen, eine satanisch aussehende Kreatur in der Rolle des 1. Offiziers zu zeigen.

Ich bezeichne den ersten Film gern als den philosophischen, den sechsten hingegen als Politthriller.

Interessant auch für Insider ist, dass Grace Lee Whitney als Yeoman Janice Rand zu sehen ist, die in der ersten Staffel von TOS fast in jeder Folge mitspielte. Außerdem wird Pilles in der alten Serie oft erwähnte Angst vor dem Beamen aufgegriffen und man erfährt, was man sich unter einem Transporterunfall vorstellen kann.

Liebe Grüße,
Eve
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